Bochum will Offensiv-Druck von Leverkusen standhalten
29.08.2009 | 10:28 Uhr 2009-08-29T10:28:00+0200
Bochum. Eine „Abwehrschlacht” erwartet Philipp Heerwagen, zumindest phasenweise, wenn der VfL Bochum am heutigen Samstag erstmals in der ausgebauten und aufgestockten BayArena Bekanntschaft mit dem aktuellen Tabellenführer der noch jungen Saison macht.
Gegen eine dermaßen spielstarke Mannschaft wie die der Leverkusener sei das auch kaum zu verhindern, sagte die neue Nummer eins der Bochumer gelassen. Ob der VfL dem zu erwartenden Offensiv-Druck der Leverkusener Stand halten kann, dürfte nicht zuletzt auch davon abhängen, dass der lange Blonde erneut eine tadellose Leistung auf die Torlinie zaubert.
Das allein aber wird kaum reichen. Jupp Heynckes, der nach dem 5:0-Erfolg seiner Bayer-Schützlinge in Freiburg anmahnte, „selbstkritisch” zu bleiben und dennoch „selbstbewusst nach vorne zu schauen”, weiß was ihn erwartet, sollten die Spieler von Marcel Koller nach dem Motto verfahren: „Mach's noch einmal, Sam.” Von einer „unangenehmen Mannschaft, laufstark und kämpferisch top”, sprach Heynckes, nachdem er sich die bewegten Bilder der Partie Bochum versus Berlin angesehen hatte. Gegen diesen VfL müsse seine Mannschaft ebenso „konzentriert anfangen wir gegen Hoffenheim”, forderte der Trainer-Altmeister.
Heynckes hat keinen Grund, seine erfolgreiche Mannschaft zu verändern, Koller ebenfalls nicht. Allerdings ist das nur eine Momentaufnahme. Spielt der VfL nämlich so engagiert wie kraftraubend weiter, dann werden auch Christian Fuchs und Christoph Dabrowski wieder bessere Tage erleben. Fuchs galt schließlich vor Jahresfrist als echter Gewinn und bester Sommer-Einkauf, und Dabrowski war in unruhigem Fahrwasser der Ankerpunkt eines zäh kämpfenden Teams.
Beide gehören heute natürlich zum Bundesliga-Aufgebot, das ausschließlich aus Profis besteht und nach wie vor auf Marcel Maltritz, Vahid Hashemian und Shinji Ono verzichten muss. Marcel Koller hat sich schließlich entschieden, Roman Prokoph - fast zeitgleich - für das Regionalliga-Team gegen Bayer Leverkusen II stürmen zu lassen, auch Patrick Fabian wird nicht in der BayArena auf der Bank sitzen, sondern in der Lohrheide aktiv sein. Sollte den Innenverteidigern Anthar Yahia und Mergim Mavraj etwas passieren, man erinnere sich nur an die Partie in Wolfsburg, muss eben Marc Pfertzel wieder in die zentrale Rolle schlüpfen. Damit kennt sich der Elsässer ja inzwischen bestens aus.
Tore, das ist zu erwarten, werden jedoch auch dann fallen, wenn sich Philipp Heerwagen und René Adler in optimaler Verfassung präsentieren. 24 Treffer (12:12) in den letzten sieben Begegnungen in Leverkusen versprechen zumindest eines: Kurzweil.
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