Blum zaubert eine Fabelzeit auf die Bahn

Christian Blum stellte seine Bestzeit aus dem Jahr 2009 ein.
Christian Blum stellte seine Bestzeit aus dem Jahr 2009 ein.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Was wir bereits wissen
Das war ein Hammer: Christian Blum vom TV Wattenscheid 01 hat beim 17. Internationalen Erdgas-Hallenmeeting in Chemnitz 6,56 Sekunden auf die Bahn gezaubert.

Das war ein Hammer: Christian Blum vom TV Wattenscheid 01 hat beim 17. Internationalen Erdgas-Hallenmeeting in Chemnitz 6,56 Sekunden auf die Bahn gezaubert. Damit stellte Blum, über 60 Meter in der Ewigen Deutschen Bestenliste Sechster, auch seine Bestzeit aus dem Jahr 2009 ein. Schneller als Blum am Samstag liefen in der deutschen Geschichte also nur fünf Sprinter.

„Die Tagesform stimmte. Das hier ist eine schnelle Bahn, und die Konkurrenz war auch gut“, sagte Blum über seinen dritten erfolgreichen Wettkampf innerhalb von nur zehn Tagen. Der Deutsche Hallenmeister des Vorjahres ist damit auch in diesem Jahr der Topfavorit auf den DM-Titel, der in knapp zwei Wochen in Karlsruhe vergeben wird. „Die Zeit möchte ich natürlich vor Ort bestätigen“, erklärte Blum.

Der 27-Jährige stellte auch Julian Reus‘ Zeit etwas in den Schatten, obwohl Reus doch neben Blum ebenfalls groß auftrumpfte. Der Hallenmeister von 2013 steigerte sich in Chemnitz erneut und rannte ebenfalls Saisonbestzeit: 6,60 Sekunden. „Der Lauf war ordentlich, ist aber nicht sehr gut gewesen. Ich habe mich konstant verbessert und kann zufrieden auf die Aufgaben bei der DM und EM blicken“, sagte der deutsche Rekordhalter über 100m. Reus lobte auch seinen Kumpel und Teamkollegen Blum, sieht sich selbst aber auch bereit für diese Dimensionen auf der kurzen Bahn: „Christians Leistung war sehr gut, aber Angst habe ich nicht vor ihm. Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in solche Regionen laufen kann.“

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen unter zwei Wattenscheidern um den Meistertitel? „Da wird definitiv noch eine Person dazustoßen“, ist sich Reus sicher: „Lucas Jakubczyk wird man auch immer auf der Rechnung haben müssen.“

Altmeister Alexander Kosenkow vom TV 01 benötigte im Vorlauf und B-Finale jeweils 6,82 Sekunden.