Blau-Weiß peilt das Dutzend an
25.05.2011 | 17:33 Uhr 2011-05-25T17:33:00+0200
„Alle sind gesund, wir sind komplett am Start.“ Thilo Khil sagt das etwas erleichtert. Vom Weltliga-Turnier auf Sizilien mit der DSV-Auswahl sind jüngst Hanna Hanholz und Monika Kruszona ohne jegliche Blessuren heimgekehrt. Beide sind enorm wichtig im Konzept von Bochums Wasserballtrainer: Hanholz als erste Torfrau, Linkshänderin Kruszona als gefährlichste Mittelangreiferin. Nun gilt es.
Fast sechs Wochen liegen die Halbfinalpartien zurück. So lange musste Khil seine „Mädels“ bei Laune und im Leistungshoch halten, bevor es nun ab Samstag im Modus „Best-of-Three“ um den Meistertitel geht. Es wäre der zwölfte Triumph in Folge für das Frauenteam in Blau-Weiß.
Dabei führt der Weg Bochums Wasserballerinnen zuerst nach Uerdingen in die Bayer-Traglufthalle (Sa., 18.45 Uhr). Spiel zwei folgt dann am Sonntag (16 Uhr) unter freiem Himmel im Wiesentalbad.
Bammel sei auch vor dem Auswärtsauftritt nicht vorhanden, sagt der Blau-Weiß-Coach. Obwohl die Bochumerinnen dort in der Ligarunde erstmals seit Jahren mit 9:11 unterlagen. Die Zeichen für einen Machtwechsel hatten im Frühjahr jedoch nicht lange Bestand. Denn im Rückspiel „schrubbten“ die Wiesentalerinnen Bayer; führten 10:1 zur Pause, gewannen 17:10. „Das hat uns gezeigt: Wenn wir wollen, machen wir das klar“, so Khil selbstbewusst.
Etwas beruhigen können auch der diesjährige Modus. Gab es vergangenes Jahr, wo die Blau-Weißen nur hauchdünn im Fünfmeter-Schießen siegten, nur ein Finale, kann Bochum diesmal gegebenenfalls auf das Plus des Heimvorteils bauen.
„Selbst wenn wir in Uerdingen unterliegen sollten, können wir es auch in drei Spielen schaffen“, sagt der Trainer. Käme es so, fände Partie Nummer drei am Samstag, 4. Juni (16 Uhr), erneut im Bad in Bochum-Weitmar statt.
Eine Sorge weniger hat Thilo Khil auch, weil in den letzten Einheiten die Schulter von Kapitänin Ariane Rump, einer weiteren Schlüsselspielerin, hielt. Katrin Dierolf gönnte der Coach daneben zur Regeneration ein paar Urlaubstage.
Auf acht Feldspielerinnen plus Ergänzungen kann der Trainer zählen. Nach dem Ausscheiden von Krabbe, Stiefel und den Blattau-Schwestern ist Blau-Weiß allerdings nicht mehr so breit aufgestellt. In den Vorjahren bildete Bochum das Gros des Nationalteams, diesmal waren gleich sieben Uerdingerinnen im DSV-Aufgebot für die Weltliga. Zum Wochenende wird der Titelverteidiger erneut zu einem Test gegen Wuppertals Männer ins Wasser steigen. Am Freitag muss Bochums Männerteam ran, um Unter- und Überzahlsituationen unter Druck zu proben.
Nun soll nichts mehr schiefgehen. Thilo Khil: „Ich sag jetzt nach dem Training immer: Das war gut. Nur tut euch nichts mehr, schaut rechts und links auf der Straße.“
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