Blau-Weiß muss sich mit Remis begnügen

SV Blau-Weiß Bochum -
Hannoverscher SV 10:10

Viertelergebnisse: 2:1, 3:1, 2:5, 3:3

Blau-Weiß-Frauen: Saurusajtis, Freisewinkel, Lentge (3 Tore), Birkenstock, Illinger (1), Nischwitz, Motte (2), Liska, Dregger, Adamski (3), Heerdt (1), Freier und Prinz.

Es war das erwartet umkämpfte und zeitweilig auch überhitzte Duell um die momentan zweite Position im Frauen-Wasserball. Dabei hatte Blau-Weiß gegen die Gäste aus Hannover bis ins dritte Viertel hinein mit einer 6:2- und 7:3-Führung beste Aussichten – mussten sich dann aber mit einem Zähler abfinden.

„Wir haben einige entscheidende Fehler auf unser rechten Seite gemacht. Und mit den Schiedsrichtern muss ich ebenfalls hadern“, sagte Bochum-Coach Thilo Khil, der sich eine gelbe Karte einfing.

Zuvor war es im Unibad flott losgegangen: Nach Hinausstellung und Auszeit traf Lilly Adamski zum 2:1 (8. Min.). Überzeugend war in den Startvierteln gerade die Unterzahl-Arbeit der Wiesentalerinnen, die sich bei fünf Zeitstrafen komplett schadlos hielten. Steffi Motte schoss vor der Halbzeit zum 5:2 ein und markierte nur 31 Sekunden nach Wiederaufnahme der Partie gleich einen weiteren Treffer.

Allerdings war Linn Freisewinkel zu dem Zeitpunkt bereits mit drei Fouls ausgeschieden. „Im dritten Viertel ist uns dann die Spielkontrolle aus den Händen gerutscht“, berichtete Khil. Daneben zählte er drei Fehlentscheidungen. In einer Doppel-Überzahl konnten die Niedersachsen verkürzen. „Vorne haben wir in der Phase gleich drei Mal den Center schlecht angespielt“, schilderte Bochums Trainer die Knackpunkte. Und hinten musste man von Hannovers Bujka den 7:7-Ausgleich (23. Min.) hinnehmen. Mit einem Wurf aus 13 Metern Torentfernung.

Darauf geriet der Vergleich zum offenen Schlagabtausch. Mit dem 10:9 (30. Min.) per Überzahltreffer durch Adamski kämpfte sich Blau-Weiß wieder nach vorne. Auch nach dem erneuten Gegentor durch Bujka gab es noch einen vielversprechenden Angriff. Thilo Khil: „Doch da hat Kim Illinger leider die freistehende Alina Liska nicht gesehen.“

So blieb es bei der Punkteteilung, mit der die Hannoveranerinnen momentan Platz zwei verteidigen. „Für uns ist aber erst einmal der Abstand auf Rang vier wichtig“, hat Bochums Trainer schon jetzt ein Auge auf die Konstellation für die Play-Offs.