Blau-Weiß: Kurz gezittert – dann noch Zweiter

Mit 39 Treffern knapp ein Drittel aller Blau-Weiß-Tore der regulären Saison (120) sammelte Lillian „Lilly“ Adamski ein. Auch gegen Chemnitz war die junge Außenspielerin eine der Garantinnen für den Abschlusserfolg.
Mit 39 Treffern knapp ein Drittel aller Blau-Weiß-Tore der regulären Saison (120) sammelte Lillian „Lilly“ Adamski ein. Auch gegen Chemnitz war die junge Außenspielerin eine der Garantinnen für den Abschlusserfolg.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
10:6 über Chemnitz sichert Bochums Wasserballerinnen im Endspurt noch Rang zwei vor Hannover und Heidelberg und bringt damit eine gute Ausgangsposition für die Play-Offs.

Blau-Weiß Bochum - SC Chemnitz 10:6. Am Vortag hatten Bochums Wasserballerinnen tabellarisch den Grundstein gelegt. Im sonnigen Freibad gegen Chemnitz folgte das letzte Spiel der Punkterunde. Noch ein Sieg – und Blau-Weiß hätte ein Etappenziel im Endspurt erreicht.

Doch die Partie im Wiesental begann die Mannschaft ziemlich zittrig. „Gerade bei den Abschlüssen zeigt sich das, wenn man nervös ist“, sollte Thilo Khil später sagen. Denn die Bochumerinnen vergaben im Startabschnitt sechs klarste Torchancen – viermal griff man davon in Überzahl an. 1:0 Chemnitz leuchtete von der Anzeigetafel. Khil wurde in der ersten Pause („Soll ich sieben Leute wechseln?!“) gehörig laut.

Erst langsam fand das Heimteam dann die Wurfsicherheit: Im zweiten Viertel nahmen sich Steffi Motte und Lilly Adamski endlich auch aus dem Rückraum ein Herz und schon führte Blau-Weiß mit 4:2 (15. Min.). Allerdings brachte die zweite Hinausstellung der zuvor die Spielzüge gut ordnenden Caro Lentge und ein Umkehrfoul gegen Linn Freisewinkel die Gäste, die mit 5:4 in Front gingen, zurück. „Erst dann konnten wir in wenigen Minuten die Partie entscheiden“, erzählte der Trainer.

Kim Illinger glich per Überzahl aus, Lentge traf aus der Distanz. Dann kamen die gezielten Diagonalpässe, von denen Adamski gleich zum Start in den letzten Durchgang sofort zwei zum 10:5 verwandelte – das war die Entscheidung.

Viertelergebnisse: 0:1, 4:1, 3:3, 3:1

Hannoverscher SV - Blau-Weiß Bochum 9:13. „Wir hatten uns viel vorgenommen, doch dass es so optimal läuft, selbst nicht erwartet“, sagte Khil zum überzeugenden 13:9-Erfolg vom Samstag in Hannover. Vom Start weg gelang den Blau-Weißen dabei fast alles. Torfrau Feli Saurusajtis entschärfte in der dritten Minuten erst einmal einen Strafwurf. Fabi Heerdt traf in der 12. Minute bereits zur satten 5:0-Führung. Bis Linn Freisewinkels Treffer zum 9:2 (19. Min.) zog Blau-Weiß seine Überlegenheit voll durch. „Und das, obwohl die Strafzeiten mit 12:3 wieder deutlich gegen uns ausfielen“, berichtete der Coach.

Zwar kamen die Gastgeberinnen – mit insgesamt sechs Überzahltoren – noch einmal auf 7:10 heran, Bochums Team legte jedoch wieder zu; und gewann am Schluss mit genau dem Abstand, den man brauchte, um den HSV hinter sich zu lassen.

Halbfinalgegner in den Play-Offs (1. Spiel: auswärts an Himmelfahrt) sind nun erneut die Hannoveranerinnen. „Und es hat sich gezeigt – die liegen uns“, schloss Thilo Khil.

Viertelergebnisse: 0:3, 2:4, 4:3, 3:3

Blau-Weiß-Frauen: Saurusajtis, Freisewinkel (4+1 Tor), Lentge (2+1), Winkelmann, Illinger (2+1), Liska, Motte (1+2), Camps, Zimmermann, Dregger, Adamski (3+5), Heerdt (1), Freier und Prinz.