Blau-Weiß Bochum gelingt die Revanche

Machte einen guten Eindruck: Nachwuchs-Ass Franziska Dregger.
Machte einen guten Eindruck: Nachwuchs-Ass Franziska Dregger.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Letztes Jahr hatten die jungen Wasserballerinnen von Chemnitz Blau-Weiß aus dem Cup befördert. Jetzt drehten die Bochumerinnen den Spieß um und gewannen mit 9:4.

Blau-Weiß Bochum -
SC Chemnitz 9:4

Viertel: 2:1, 4:1, 1:1, 2:1

Blau-Weiß: Saurusajtis, Freisewinkel (1 Tor), Lentge (1), Winkelmann, Illinger (1), Nischwitz (1), Motte (4), Liska, Dregger, Adamski (1), Heerdt, Freier und Prinz.

Letztes Jahr hatten die jungen Wasserballerinnen von Chemnitz Blau-Weiß aus dem Cup befördert. Das steckte noch in den Köpfen – und machte wohl den Jubel nach der gelungenen Revanche größer. „Wir lassen über die volle Spielzeit nur vier Tore zu. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Trainer Thilo Khil, der mit seiner Mannschaft damit in der Vierer-Endrunde um den DSV-Pokal steht.

Der Paradeabschnitt der Bochumerinnen war das zweite Viertel, das Kapitänin Caro Lentge mit einem Rückraumschuss zum 2:1 (8. Min.) eröffnete. Danach ging es Schlag auf Schlag. Wie beim Ballgewinn von Linn Freisewinkel und Kim Illinger, die den Konter gekonnt vollendeten. Gute Szenen konnte man auch Nachwuchs-Centerin Franzi Dregger attestieren. So holte die 15-Jährige Hinausstellungen. Eine davon münzte Lilly Adamski über links in eine 4:1-Führung um.

Noch vor der Pause nutzte Caro Nischwitz all’ ihre Erfahrung und ließ Chemnitz’ Torfrau Lißner bei dem Heber zum 5:1 deutlich älter aussehen, als sie ist. „In Unter- und Überzahl haben wir gut agiert. Nur im Halbkreis fehlte uns manchmal die Cleverness“, meinte Khil. Das kam im zerfahrenen dritten Abschnitt zum Tragen, in dem die Blau-Weißen auch viermal rausflogen. Insgesamt jedoch war der Gegner aus Sachsen zu wurfschwach.

So durfte Bochums Trainer schon nach der letzten Szene des dritten Viertels die Arme hochreißen. Da hatte Steffi Motte mit ablaufender Uhr zum 7:3 getroffen. „Frohes neues Jahr“ wünschte Thilo Khil noch einmal seiner Bank und den aus dem Wasser kommenden Spielerinnen.