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Blanke Theorie

26.09.2008 | 22:45 Uhr

Nach der frühen Führung wartete die SG Wattenscheid 09 auf Kölns Angriffe.Als der Ausgleich fiel, war das Konzept dahin. Gelb-rot für Farat Toku

Da schien alles für die SG 09 zu laufen: Hensel (l.) beglückwünscht den Torschützen Schmitt. Foto: WAZ, Ziegler

FUSSBALL NRW-LIGA SG Wattenscheid 09 Fortuna Köln 1:1 (1:0) Tore: 1:0 Schmit (9.), 1:1 Kruth (46.).

SG Wattenscheid 09: Kunz - Köksal, Schweer, Schmitt, Hensel - Toku, Erdmann, Yilmaz, Yesilmen - Diaz, Ropkas Zuschauer: 1032; Bes. Vorkomnisse: Gelb-rot Toku, Gelb-rot Hoffmann (beide 56.) Wer geglaubt hatte, dass die SG Wattenscheid 09 nach dem glorreichen 3:0-Sieg gegen Westfalia Herne jeden zukünftigen Gegner aus dem Lohrheidestadion fegen würde, dessen Erwartungshaltung ist einfach zu groß. Gegen die sehr defensiv eingestellte Fortuna aus Köln gab es am Freitagabend nur ein 1:1 (1:0).

Wobei die SG Wattenscheid 09 eigentlich alle Trümpfe in der Hand hatte. Denn schon nach neuen Minuten gingen die Gäste vor über 1000 Zuschauern durch einen Kopfballtreffer des langen Christoph Schmitt nach einem Freistoß von Timo Erdmann mit 1:0 in Führung.

Was das Konzept der Kölner, die nur auf Konter lauerten und jegliches andere ansehnliche Spiel mit ihren strengen Defensivtaktik unterbunden, eigentlich durchkreuzte. Aber die Wattenscheider spielten ebenfalls die Kugel meistens hinten herum, so dass die Zuschauer wenig Freude an dieser Partie hatten.

"Das war klar, das es ein Geduldsspiel werden würde", meinte Trainer Dirk Helmig nachher. "Wir wollten das Ergebnis lange halten, irgendwann hätten die Kölner aufmachen müssen."

Doch das war blanke Theorie. Denn direkt nach dem Seitenwechsel patzte die Wattenscheider Abwehr und Kölns Kevin Kruth konnte ungehindert einschieben.

Wahrscheinlich wäre der Ist-Zustand der ersten Hälfte bis zum St.Nimmerleinstag fortgeführt worden, hatte nicht die junge Schiedsrichterin Marija Kurtes aus Düsseldorf eingegriffen. Sie gab nach einem Foulspiel von Hoffmann an Toku erst dem Kölner und dann auch dem Wattenscheider die Gelb-rote Karte.

Danach war mehr Raum auf dem Platz, die Partie nahm Fahrt auf. Und plötzlich zeigten auch die Fortunen, dass sie torgefährlich sein können. Erst musste Torhüter Philipp Kunz mit einer Glanztat gegen Sascha Jagusch retten, später war er dann noch einmal gegen Daniel Blankenheim gefordert.

Auf der Gegenseite scheiterte erst Dimitrios Ropkas am Kölner Schlussmann Christopher Möllering, dann Timo Erdmann und zum Schluss verbaselte Youssef Yesilmen eine gute Chance.

Als die Schiedsrichterin, die am Ende in den Augen der 09-Fans gar nicht mehr richtig machte, abpfiff, war das 1:1 letztlich ein gerechtes Ergebnis. "Das Gegentor hätte einfach nicht fallen dürfen", meinte Trainer Helmig.

Von Michael Hinz

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Kommentare
27.09.2008
01:56
Blanke Theorie
von werner vom hellweg | #2

Nein, nach dem 1:0 hätte Wattenscheid weiter stürmen sollen. Ein 1:0 rechtfertigt nicht eine solche spielweise. Mit einem 2:0 Vorsprung kann man in den eigenen Reihen spielen und den Gegner komen lassen.
Schade, 2 Punkte - vielleicht wichtige Punkte - vergeben.
Und die Schiedsrichterin hat zwischenzeitlich für mehr Aktivität gesorgt als das Spiel und die singenden Fans. Leider, leider.
Aber bisher - SGW - absolut tolle Leistung. Weiter so.

27.09.2008
01:45
Blanke Theorie
von UiBSGW | #1

Super Leistung liebe Mannschaft bisher, trotz dieser netten Dame heute.
Irgwendwie nimmt die Euphorie kein Ende.

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