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Bergolte will noch einmal angreifen

07.02.2012 | 16:49 Uhr
Bergolte will noch einmal angreifen
Hat die Bezirksliga noch nicht aus den Augen verloren: Adler-Trainer Andreas Bergolte. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool

Dreizehn Bochumer Teams sind in der Kreisliga A2 an den Start gegangen, an der Spitze der Gruppe steht jedoch mit der SG Welper eine Mannschaft aus Hattingen. Dahinter haben sich aber vier Teams vorgenommen, dem Tabellenführer in der Rückrunde noch ein Bein zu stellen.

Dreizehn Bochumer Teams sind in der Kreisliga A2 an den Start gegangen, an der Spitze der Gruppe steht jedoch mit der SG Welper eine Mannschaft aus Hattingen. Dahinter haben sich aber vier Teams vorgenommen, dem Tabellenführer in der Rückrunde noch ein Bein zu stellen.

Als erster Verfolger rangiert die Reserve des SC Weitmar 45 mit nur zwei Punkten Rückstand auf Welper auf dem zweiten Tabellenplatz. 45-Co-Trainer Nico Fiedler findet den aktuellen Tabellenstand „leistungsgerecht“: „Wir haben in den letzten Jahren immer oben mitgespielt und diese Leistung auch in dieser Saison bestätigt.“ Doch obwohl Weitmar gegen alle vier Mitkonkurrenten überzeugende Siege feiern konnte, verpasste die Elf von Lars Tolk, der sich in der Winterpause aus persönlichen Gründen dazu entschloss, sein Amt niederzulegen, dank einer Niederlage im „Rückspiel“ bei Adler Dahlhausen (2:4) den Sprung an die Tabellenspitze. Für Nico Fiedler ist das aber kein Beinbruch. „Ausrutscher“ gebe es „immer mal“, sagt der Co-Trainer, man befinde sich immer noch „auf Schlagdistanz“ zu Platz eins. Das Thema „Aufstieg“ behandelt man in Weitmar mit Vorsicht, schließlich sei dies als Zweitvertretung „immer schwierig“: „Man weiß ja nie, was kommt“, sagt Fiedler und meint damit vor allen Dingen kurzfristige Abstellungen an die erste bzw. dritte Mannschaft. Es stehe allerdings fest, dass man auch unter Neu-Trainer Wienand Schilde weiter oben mitmischen wolle, so Fiedler.

Zwei Zähler hinter Weitmar hat sich SW Wattenscheid 08 II auf Rang drei festgesetzt. Trainer Alexander Schmidt ist mit der bisherigen Platzierung sehr zufrieden. Aufgrund der starken Konkurrenz habe er nicht damit gerechnet, „dass wir Anschluss halten können an den ersten Tabellenplatz“. Nun, da zu sehen war, dass man „mit den Besten der Liga mithalten“ könne, wolle man im kommenden Halbjahr weiter „Konstanz beweisen“ und „mindestens eine genauso gute Rückrunde spielen“, bekräftigt Schmidt. Obwohl man vom Vorstand keine Vorgaben bezüglich einer Endplatzierung erhalten habe, hat sich Schmidt zum Ziel gesetzt „unter den ersten Drei zu landen“. Womit klar wäre, dass auch 08 den Aufstieg noch nicht abgehakt hat.

Auch bei Adler Dahlhausen ist man nach der Hälfte der Saison relativ entspannt. In Anbetracht der Tatsache, dass man einige neue Spieler zu integrieren hatte, könne man mit dem Verlauf der Spielzeit bisher „eigentlich ganz zufrieden“ sein, sagt Adler-Coach Andreas Bergolte. Wobei der Trainer auch leicht kritische Töne anschlägt. Nach dem starken Saisonstart mit acht Siegen aus neun Spielen habe man zum Ende der Hinrunde „den einen oder anderen Punkt liegen lassen“. Erst mit dem Sieg gegen Weitmar 45 im letzten Spiel des Jahres fanden die Adler wieder zurück in die Spur. Nichtsdestoweniger befinde man sich immer noch in einer „passablen Ausgangsposition“, die einen erneuten Angriff auf den Aufstiegsplatz ermögliche, so Bergolte, der nicht verhehlen kann, auf Platz eins zu schielen: „Es wird wohl keiner, der da oben steht, sagen, er wäre mit Platz drei oder vier zufrieden.“ Besondere Bedeutung misst der Trainer daher der ersten Partie des neuen Jahres bei der SG Wattenscheid 09 II zu. Ein Sieg im Topspiel wäre „richtungsweisend“ im Aufstiegskampf.

Eben jene Wattenscheider Zweitvertretung komplettiert als Tabellenfünfter das Verfolgerfeld. 09-Coach Jürgen Gräwe zeigt sich überrascht vom positiven Saisonverlauf: „Wider Erwarten“ habe man den personellen Aderlass im Sommer, als gleich zwölf Spieler den Verein verließen, erfolgreich verkraften können. Gräwe salopp: „Wir haben uns da ganz gut aus der Affäre gezogen.“ Für die Rückrunde hat man sich in Wattenscheid ambitionierte Ziele gesetzt. Man wolle in der Rückserie „noch besser abschneiden als in der Hinrunde“, sagt Gräwe, der dabei besonders auf die Partien gegen die anderen Aufstiegskandidaten hinweist, die allesamt verloren gingen. In der Rückrunde wolle man sich dafür mit vier Siegen revanchieren, so der forsche Wunsch des Trainers. Auch zur Aufstiegsthematik hat Gräwe eine klare Meinung. „Wenn wir nicht aufsteigen wollten, bräuchten wir gar nicht erst anzutreten“, lässt der Coach keinen Zweifel an der Zielsetzung aufkommen. Hoffnung macht 09 zudem die Rückkehr dreier „alter Bekannter“. Mit Piotr Sarvary (vereinslos), Bartosz Staszczak (RW Leithe) und Josef Tamr (Marokko Herne) kehren drei ehemalige Leistungsträger an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

Hinter den Top fünf vervollständigen drei Teams, die punktemäßig jenseits von Gut und Böse liegen, die obere Tabellenhälfte. Während sich die SG Linden-Dahlhausen nach einem starken Saisonauftakt Mitte der Hinrunde einen Aussetzer leistete, drei Mal in Folge verlor und sich damit eine noch bessere Saisonplatzierung als Rang sechs zunichte machte, blieb der Vorjahresvierte Weitmar 09 von Beginn an dank einiger Punkteteilungen hinter den Erwartungen zurück. Ergebnis: Platz acht. Dazwischen hat sich mit Aufsteiger TuS Blankenstein der zweite Hattinger Vertreter der Gruppe eingenistet.

Alexander Moritz

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