Bergen dreht das Finale in der Schlussphase

SV Waldesrand Linden -
SC Union Bergen 1:3 (1:0)

Linden: Kumpolt – Schaumburg (69. Schaumburg), Potrafke, Heitmann, van Bebber (56. Rödiger), Pichler, Farny, Wiebel, Zander, Meinhardt, Gehrke

Bergen: Beil – F. Goldmann, Landener, Becker, Rinke (89. A. Goldmann), Benatelli, Müller (57. Wapniarski), Schulte, Westerfeld (56. Müllemeyer) , Tatenhorst, Dorny

Tore: 1:0 van Bebber, 1:1 Benatelli (66.), 1:2 Dorny (78.), 1:3 Becker (80.)

Guter Fußball, sonniges Wetter, zwei starke Teams und viele Zuschauer. Das Finale des Frauen-Kreispokals an Fronleichnam zwischen den Landesligisten Waldesrand Linden und Union Bergen machte einfach Spaß. Dass nach 90 Minuten mit dem SC Union das favorisierte Team mit einem 3:1 (0:1) den Pokalsieg einheimste, war von vielen so erwartet worden. Allerdings war es für den Landesliga-Spitzenreiter ein hartes Stück Arbeit. Bis zur 66. Minute führte Linden mit 1:0, ehe sich die bessere Spielanlage des Landesliga-Spitzenreiters durchsetzte. Team-Managerin Ilka Schwinn war zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft, lobte aber auch den Gegner: „Linden hat uns das Leben wirklich schwer gemacht, aber über die gesamte Spielzeit gesehen haben wir das Spiel schon verdient gewonnen. Kompliment an Linden.“ Auch Malte Schnittger, Lindens Coach, sah das ähnlich: „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Bergen hatte alles in allem die reifere Spielanlage. Meine Mädels haben aber toll gekämpft und den vielen Zuschauern ein tolles Spiel geboten.“

In den ersten 20 Minuten hinterließ Bergen einige Duftmarken vor dem Lindener Tor, jedoch zunächst ohne Erfolg. Mit zunehmender Dauer befreite sich Waldesrand und konnte kurz vor der Pause in Führung gehen. Schnittger schwärmte vom Treffer von Anika van Bebber: „Das war ein Treffer wie aus dem Lehrbuch. Vor allem freut mich, dass mit Anika eine ganze junge Spielerin ihn erzielt hat. Da sieht man, dass sich das Training auszahlt.“

Im zweiten Abschnitt übernahm gleich wieder Bergen das Kommando und kam zu einigen guten Gelegenheit. Die Lindenerinnen versteckten sich zwar nicht, aber letztlich spiegelte sich die optische Union-Überlegenheit in den Zahlen wider. Und die Tore fielen auch: Erst Laura Benatelli aus dem Gewühl heraus (66.), dann Mirja Dorny nach einer feinen Kombination (78.) und letztlich Angelina Becker mit einem Weitschuss (80.) sorgten mit ihren Treffern für die Wiederholung des Vorjahressieges.

Im Spiel um Platz drei der Frauen gab es ebenfalls ein knappes Spiel. Nach einer umkämpften Partie setzte sich, trotz Rückstandes, Bezirksligist DJK Wattenscheid gegen den Klassenkonkurrenten Eintracht Grumme mit 3:2 (1:1) durch.