Benatelli hatte es schon geahnt

Nein, Frust und Enttäuschung hören sich anders an. Dass der Hallenzug des Landesligisten CSV SF Linden nicht so richtig unter Dampf stand und bereits in der Vorrunde gestoppt wurde, haute Trainer Frank Benatelli nicht aus den Schuhen. „Ich hatte nicht viel erwartet, weil wir momentan ja nur einen zusammengewürfelten Haufen haben. Von meinen acht Spielern hier sind vier neu bei uns“, sagte der Ex-Profi, für den das Kapitel Hallenfußball nach der 0:1-Halbfinal-Niederlage gegen den SC Weitmar 45 bereits beendet ist. Benatelli hatte neben seinen sechs Spaniern auch auf Woytek Meinert (verletzt), Radule Lekic (Urlaub) und den wechselwilligen Ibrahim Lahchaychi verzichten müssen.

Das Südwest-Finale bestritten folglich die stabilen 45er sowie der A-Kreisligist SG-Linden-Dahlhausen, der mit komplett weißer Weste durch die Gruppenphase gekommen war und sich anschließend im Halbfinale nach Neunmeter-Schießen mit 5:3 gegen Amacspor Dahlhausen durchzusetzen vermochte. Woran Schlussmann und Kapitän Sebastian Schmidt mit zwei gehaltenen Neunmetern einen gehörigen Anteil hatte. Die beiden Teams aus der Gruppe A werden also in der Endrunde am kommenden Wochenende den Südwesten vertreten.

Dass sich seine Mannschaft, die in den übrigen drei Gruppenspielen eine Bilanz von 22:0-Toren aufweisen konnte, gegen die SG Li-Da im ersten Duell mit 2:3 den Kürzeren zog, wurmte Trainer Axel Sundermann ein wenig. „Bis auf das eine Spiel haben wir aber eine souveräne und gute Leistung gezeigt. Wir wollten uns anders präsentieren als im vergangenen Jahr, und wir haben schon ganz guten Fußball geboten“, zog der Ex-Profi insgesamt ein positives Fazit. Zumal seine Mannschaft ja auch in Halbfinale und Finale dem Druck standzuhalten vermochte und jeweils mit 1:0 diese Partien für sich entschied. Wobei Marcel Sterkau im Finale zum Matchwinner avancierte und mit seinem Treffer die noch offene Rechnung mit der SG Li-Da beglich.

Li-Das Trainer Michael Drews konnte diese knappe Niederlage verschmerzen, denn zum zweiten Mal in Folge wird seine Mannschaft am kommenden Wochenende in der Endrunde auftreten. „Mal gucken, wen wir da noch ärgern können“, meinte der gut gelaunte Drews.