Bahnrekorde purzelten beim Wiesentalpokal

War nicht gerade glücklich über Rang zwei: EM-Bronzegewinnerin Caroline Ruhnau von der SG Essen.
War nicht gerade glücklich über Rang zwei: EM-Bronzegewinnerin Caroline Ruhnau von der SG Essen.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Strahlender Sonnenschein, Top-Leistungen und dazu eine gute Stimmung am Beckenrand – der Wiesentalpokal des SV Blau-Weiß Bochum ist rundum gelungen.

Strahlender Sonnenschein, Top-Leistungen und dazu eine gute Stimmung am Beckenrand – der Wiesentalpokal des SV Blau-Weiß Bochum ist rundum gelungen. „Alle waren am Ende zufrieden, also sind wir es auch. Wir haben enge Wettkämpfe gesehen, und es sind so viele Bahnrekorde wie noch nie erschwommen worden“, sagte der BW-Vorsitzende Andreas Wächter.

Über 600 Aktive hatten sich bei dem Schwimmfest auf rund 3000 Starts verteilt, 18 Bahnrekorde purzelten. Den Pokal sicherte sich die SG Mülheim, die mit über 100 Aktiven nach Bochum gekommen war. Blau-Weiß landete auf Platz zwei und zeigte sich als guter Gastgeber. „Mülheim hat den Sieg verdient, sie haben eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit“, so Wächter.

Doch auch für die Bochumer Schwimmer gab es große Momente. So konnte die erst 15-jährige Anna Kroniger, die jüngst Deutsche Jahrgangsmeisterin geworden war, im 100 Meter Brust Rennen mit einer guten Zeit überzeugen. In der Offenen Klasse lag sie auf Platz vier knapp hinter der Favoritin Caroline Ruhnau. Die erfahrene Olympiateilnehmerin und EM-Bronzemedaillengewinnerin von der SG Essen musste sich allerdings selbst geschlagen geben. Jessica Steiger (VfL Gladbeck) holte sich den Bahnrekord und damit den Sieg über 100 Meter Brust.

„Anna ist auf einem guten Weg, mit den Ergebnissen können wir zufrieden sein“, sagte BW-Schwimmtrainer Michael Bryja. Ein Sonderlob vom Cheftrainer bekam auch Katarzyna Baranowska, die über 50 sowie 100 Meter Rücken und 200 Meter Lagen den Bahnrekord knackte. Den Lagenpokal verpasste sie nur ganz knapp, den holte sich ebenfalls Steiger vom VfL Gladbeck. „Das war ein krönender Abschluss der Saison“, so Bryja. Ein weiteres BW-Talent machte über 200 Meter Freistil auf sich aufmerksam: Björn Kroniger siegte in seiner Altersklasse und holte insgesamt die zweitbeste Zeit (02:00,19).

Da schwamm nur Max Mral schneller (1:54,94) – und der brach sowieso einen Rekord nach dem anderen. Neben den 200 Meter Freistil gewann der Schwimmer der SG Dortmund die Rennen über 50, 100 sowie 400 Meter Freistil – jeweils mit Bahnrekord. „Es freut mich, dass ich die Rekorde knacken konnte. Das ist ein top organisierter Wettkampf in einem coolen Freibad hier“, schwärmte Mral, Deutscher Meister in der Freistil-Mixed-Staffel.

Auch die anderen Favoriten gaben sich keine Blöße. Etwa der EM-erfahrene Erik Steinhagen von der SG Essen, der über 50 sowie 100 Meter Brust die Bahnrekorde in starken Zeiten einstellte. Dass überhaupt so viele nationale Topschwimmer gemeldet hatten, lag auch am finanziellen Anreiz, den erhöhten Prämien. Im Falle eines neuen Bahnrekordes gab’s bis zu 150 Euro. Die Strategie hat sich ausgezahlt, doppelt so viele Schwimmer als im vergangenen Jahr sind gestartet – sogar aus Chemnitz und Plauen kamen die Athleten. „Einige Läufe hätten auch die Finals der Deutschen Meisterschaften sein können“, befand Wächter.