Aus - PSV fehlt das Geld für die 2. Liga

Musste eine schmerzhafte Entscheidung fällen: Jürgen Wagner.
Musste eine schmerzhafte Entscheidung fällen: Jürgen Wagner.
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Was wir bereits wissen
Für die Judoabteilung der PSV Bochum begann das neue Jahr mit einer schmerzhaften Entscheidung: Die Zweitliga-Mannschaft der PSV hat ihr Ticket für die Bundesliga zurückgezogen.

Für die Judoabteilung der PSV Bochum begann das neue Jahr mit einer schmerzhaften Entscheidung: Die Zweitliga-Mannschaft der PSV hat ihr Ticket für die Bundesliga mit sofortiger Wirkung zurückgezogen und wurde aufgelöst. „Wir mussten leider die Notbremse ziehen“, erklärt der leicht geknickte PSV-Trainer und Judo-Abteilungsleiter Jürgen Wagner.

„Uns sind einige Sponsoren weggebrochen, und wir hätten die bevorstehende Bundesligasaison finanziell einfach nicht mehr stemmen können. Weil man bei einem Rückzug nicht einfach absteigen kann, sondern in der Bezirksliga hätte neu starten müssen, haben wir das Team deshalb letztlich komplett aufgelöst“, erklärt Wagner seine schwierige Entscheidung. Ein weiterer Grund für den Rückzug waren auch die Abgänge von Niclas Luckai, Martin Garic sowie dem Niederländischen Top-Kämpfer Michel Verhagen, die in der vergangenen Saison die Punktesammler der Bochumer waren. „Alle drei waren absolute Stammkämpfer. Ihnen hat bei uns jedoch leider die Perspektive gefehlt. Unsere Konkurrenten konnten ihnen bessere Angebote machen“, so Wagner. Zwar hatte er bereits Kontakt mit einigen Kämpfern, die ihr Interesse bekundet hatten, die fehlenden finanziellen Mittel machten dem PSV-Coach jedoch immer einen Strich durch die Rechnung.

„Die Mannschaft hat die Entscheidung aber recht gut aufgenommen und das Problem realistisch eingeschätzt. Natürlich waren alle enttäuscht“, erklärt Wagner, der nun seine volle Konzentration auf die verbleibenden PSV-Teams lenken will. „Der Großteil der ehemaligen ersten Mannschaft bleibt uns erhalten und wird in der Oberliga antreten. Wir müssen uns jetzt auf den Unterbau besinnen und neu angreifen“, so Wagner. Für die nun aufgerüstete erste Mannschaft startet bereits im April die Oberliga-Saison und damit auch der Kampf um den Regionalligaaufstieg. „Denn dort gehören wir eigentlich hin“, so Wagner.