Aus der Traum: DJK Wattenscheid verpasst den Aufstieg

Konnten am Ende einer langen Relegationsrunde dem Druck der Gelsenkirchener - in Grün - nicht mehr standhalten, die Kicker der DJK Wattenscheid.
Konnten am Ende einer langen Relegationsrunde dem Druck der Gelsenkirchener - in Grün - nicht mehr standhalten, die Kicker der DJK Wattenscheid.
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Was wir bereits wissen
Sie wollten mit dem ersten Bezirksliga-Aufstieg in die Geschichtsbücher der DJK Wattenscheid eingehen. Doch daraus ist nichts geworden.

Westfalia Gelsenkirchen -
DJK Wattenscheid 5:2 (1:1)

DJK Wattenscheid: Matera, Ülker (106. W. El-Lahib), Tuchenhagen, Wolf, Klinger, A. El-Lahib, R. El-Lahib, Breitenstein (64. Fischer/70. Missun), Farris, Paul, Nowak

Tore: 0:1 Wolf (15.), 1:1 (35.), 2:1 (63.), 3:1 (66.), 3:2 Paul (73.), 4:2 (100.), 5:2 (120.)

Sie wollten mit dem ersten Bezirksliga-Aufstieg in die Geschichtsbücher der DJK Wattenscheid eingehen. Doch daraus ist nichts geworden. Im Rückspiel der Relegation unterlag die Elf von Ralf Fischer der Westfalia 04 Gelsenkirchen mit 2:5.

Dabei hatten die Wattenscheider alles selbst in der Hand. Dank des 3:2-Sieges aus dem Hinspiel hätte sogar ein Unentscheiden gereicht. Aber die DJK ließ sich den Aufstieg noch aus der Hand nehmen.

„Anfangs lief alles nach Plan“, sagte Wattenscheids Trainer Ralf Fischer, der sich auch über die zahlreich erschienen Zuschauer freute. Nach 15 Minuten netzte Kapitän Daniel Wolf zum 1:0 ein. Die Ernüchterung folgte 20 Minuten später mit dem 1:1, aber der Halbzeit-Stand hätte den Wattenscheidern zur Realisierung ihres Bezirksliga-Traumes gereicht. Nach 60 Spielminuten gelang den Gelsenkirchenern dann allerdings ein Doppelschlag, die Westfalia erhöhte binnen zwei Minuten auf 3:1. Für die DJK kam noch mehr Pech hinzu: Nur fünf Minuten nachdem Fischer seinen Sohn Marcel für den verletzten Benedikt Breitenstein eingewechselt hatte, verletzte sich Fischer junior und musste vom Spielfeld.

Auch wenn die Wattenscheider dank des Tores von Bernd Paul noch auf ein 2:3 heran kamen, erspielten sie sich keine zwingenden Torchancen mehr. Ganz im Gegensatz zu den Gelsenkirchenern, die sehr effektiv waren und dies vor allem in der Verlängerung zeigten. Die Wattenscheider bauten ab, und Westfalia machte sich dies zunutze. „Am Ende haben wir hinten aufgemacht und hatten quasi nur noch eine Zweierkette“, so Fischers Erklärung für die beiden letzten Gegentreffern. Aber er wusste auch: „Wir haben es versäumt, im Hinspiel für klare Verhältnisse zu sorgen.“ Ein weiterer Faktor für die Niederlage waren laut Fischer„individuelle Fehler“.

Um 17:45 stand fest: Die DJK Wattenscheid wird erst einmal ein drittes Jahr in der Kreisliga A verbringen. Trainer Ralf Fischer bleibt nichts anderes übrig, als das Positive an der Niederlage zu sehen. „Ich hoffe, dass die Jungs daraus etwas für die Zukunft mitnehmen.“ Man habe alles versucht, aber am Ende habe es eben nicht gereicht.

So wurde nach dem Spiel aus der geplanten Aufstiegs- lediglich eine Abschlussfeier im Wattenscheider Vereinsheim, auf der auch einige Spieler verabschiedet wurden.