Auf „Sossi“ Moguenara ist Verlass

War nicht zufrieden mit sich: Robin Erewa (links), hier mit Staffelpartner Alexander Kosenkow.
War nicht zufrieden mit sich: Robin Erewa (links), hier mit Staffelpartner Alexander Kosenkow.
Foto: imago/Beautiful Sports
Was wir bereits wissen
Die deutsche Leichtathletik-Mannschaft hat bei der Team-Europameisterschaft im russischen Tscheboksary Platz zwei belegt.

Die deutsche Leichtathletik-Mannschaft hat bei der Team-Europameisterschaft im russischen Tscheboksary Platz zwei belegt. Mit 346,5 Punkten landete der Titelverteidiger hinter Gastgeber Russland (368,5 Punkte) und vor Frankreich (319,5) und Polen (317). Zur deutschen EM-Mannschaft gehörten auch die Wattenscheider Sosthene Moguenara (Weitsprung), Robin Erewa (200 Meter/4x100-Meter-Staffel) und Alexander Kosenkow (4x100-Meter-Staffel).

Sosthene Moguenara verkaufte sich gut – und lieferte mit 6,79 Metern eine Leistung im Bereich ihrer Jahresbestmarke ab. Nur ein Zentimeter fehlte zu den 6,80 Metern, die bislang bei ihr in dieser doch recht stabilen Sommersaison zu Buche stehen. Als Dritte der Konkurrenz von Tscheboksary holte sie so zehn Punkte für Deutschland. „Ich bin sehr zufrieden“, meinte die Hallen-Vizeeuropameisterin, „auch wenn ich mir noch ein bisschen mehr erhofft hatte und gern noch mehr Punkte für Deutschland geholt hätte. Nun gilt es, mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg und die Weltmeisterschaft in Peking noch stabiler zu werden.“

Robin Erewa kam über 200 Meter nicht über Platz acht hinaus. 20,97 Sekunden wurden für den Deutschen Hallenmeister und Führenden der Deutschen Jahresbestenliste (20,49 sec) gestoppt. Erewa hatte zwar ein bisschen ein Problem damit, dass der Starter relativ lange wartete – ging aber dennoch hinterher hart mit sich selber ins Gericht und sprach von einem desaströsen Auftritt. Für ihn steht nach dieserTeam-EM fest, dass er künftig mehr internationale Rennen braucht – auch mit Blick auf die kommende WM in Peking im August: „In Deutschland rennt man vorneweg, aber wenn internationale Gegner mitrennen, ist es etwas anderes. Ich habe diese Erfahrung schon letztes Jahr bei der Europameisterschaft in Zürich gemacht, als ich mehr drauf hatte als ich schließlich abrufen konnte. Ich muss jetzt mal mehr internationale Rennen machen und mich dabei beweisen. Damit ich auch in Peking genug Nerven habe, um das zu zeigen, was ich drauf habe.“

Mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel hatte Robin Erewa am ersten Wettkampftag – unter anderem zusammen mit seinem Wattenscheider Vereinskollegen Alexander Kosenkow – in 38,78 Sekunden einen guten vierten Platz belegt.