AstroStars zähmen Hertener Löwen

Der Korb hing wahrlich nicht zu hoch für Michael Haucke und seine Mitspieler bei den AstroStars.
Der Korb hing wahrlich nicht zu hoch für Michael Haucke und seine Mitspieler bei den AstroStars.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Volles Haus, tolle Derby-Stimmung, eine dominante Mannschaft und ein klarer Sieg. AstroStars-Manager Hans-Peter Diehr war nach dem haushohen 96:58-Erfolg über die Hertene Löwen rundum glücklich.

VfL AstroStars Bochum -
Hertener Löwen 96:58

Viertel: 29:16, 21:12, 19:18, 27:12

VfL: Howard (19), Korbi (18/4), Haucke (16), Sherburne (15/2), Wenningkamp (8/1), Feldmann (6/2), Mersch (5), Abraham (3), Jasinski (2), Nanev (2), Bals (2)

Volles Haus, tolle Derby-Stimmung, eine dominante Mannschaft und ein klarer Sieg. AstroStars-Manager Hans-Peter Diehr war nach dem haushohen 96:58-Erfolg über die Hertene Löwen rundum glücklich. „Wir können diesmal mit allem zufrieden sein“, strahlte Diehr nach dem zehnten Saisonsieg.

Damit sind die Bochumer den Payoffs einen großen Schritt nähergekommen. Erstmals in diesem Jahr traten sie zuhause an. Dabei erwies sich die Rundsporthalle im neunten Heimspiel zum achten Mal als uneinnehmbare Festung Vor über 800 Zuschauern erzielten die Gäste mit einem Dreier den ersten Korb. Es folgte ein 8:0-Lauf der Hausherren. Zwar ging Herten nochmals mit 10:11 in Führung, doch danach bekamen die Gäste kein Bein mehr auf die Erde.

Die VfL AstroStars spielten den Revier-Rivalen in Grund und Boden. Nach einem 15:0-Run zum zwischenzeitigen 25:11 ging das erste Viertel mit 29:16 an die Gastgeber. Schon im folgenden Abschnitt wechselte VfL-Coach Kai Schulze gehörig durch. Der Spielfreude seiner Akteure tat das keinen Abbruch. Zur Pause war der Vorsprung auf 22 Points angewachsen, standen bereits 50 Points zu Buche. Grandios dabei der Korb zum 36:16, als Felix Wenningkamp eine traumhafte Fastbreak-Kombination über Ryon Howard, David Feldmann und Jimmy Sherburne krönte.

Auch im dritten Viertel beherrschten die AstroStars den Gegner nach Belieben, führten mit 30 Zählern (69:39). Nun durften die Hertener ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, ehe Bochum beim Stand von 69:50 die „Löwen-Safari“ endgültig eröffnete. Es folgte ein 27:8-Finish, das in einem Erfolg mit sage und schreibe 38 Zählern Vorsprung gipfelte,

Bei alledem mussten die AstroStars sogar noch auf Felix Engel verzichten. Der Aufbauspieler fiel kurzfristig aufgrund einer Grippe aus. „Nach dieser Nachricht war ich etwas unsicher, aber das Team hat die Aufgabe überragend gelöst“, bescheinigte Trainer Schulze, der begeistert war: „Wir haben sehr gut verteidigt, offensiv immer den freien Wurf genommen und ein überragendes Teamplay gezeigt.“

„Jetzt haben wir ein Verhältnis von zehn Siegen gegenüber acht Niederlagen, damit sind wir voll auf Kurs“, bilanzierte Hans-Peter Diehr, der aber vorsichtig blieb: „Wir brauchen nach wie vor noch mindestens zwei Siege, um den Klassenerhalt zu sichern, und dafür dürfen wir keine Sekunde nachlassen. Immerhin haben wir aber zum direkten Abstiegsplatz (Tabellenplazt 13) durch den Sieg über Herten schon mal einen deutlichen Abstand.“

Der beläuft sich derzeit auf sieben Zähler. Darüber hinaus wurde nach der Hinspiel-Niederlage auch der direkte Vergleich nach Bochum geholt. Und diese Rubrik kann für die AstroStars sowieso noch einmal zum Ass im Ärmel werden. Denn bislang haben die Bochumer alle direkten Vergleiche für sich entschieden.