AstroStars reisen zum Team der Stunde nach Dresden

Im Hinspiel hatten Ryon Howard und die AstroStars keine Mühe mit Dresden.
Im Hinspiel hatten Ryon Howard und die AstroStars keine Mühe mit Dresden.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Bei den Dresden Titans müssen die Zweitliga-Basketballer des VfL AstroStars Bochum am kommenden Samstag antreten. Die Sachsen sind das Team der Stunde der ProB.

Das dritte Auswärtsspiel hintereinander steht am morgigen Samstag für die VfL AstroStars Bochum an. Und einmal mehr geht es auf „große Fahrt“. Um 19.30 Uhr gibt das Team von Coach Kai Schulze seine Visitenkarte bei den Dresden Titans ab.

Ihr Soll für die drei ersten Aufgaben im Jahr 2015 haben die AstroStars bereits erfüllt. In Recklinghausen gelang der eine Auswärtssieg, der in den Auftakt-Partien angestrebt war. Aber es hätte trotzdem schon jetzt mehr sein können. In Stahnsdorf ließen die Bochumer einen weiteren Sieg liegen. Ungeachtet dessen „geht es in Dresden um Bonuspunkte“, sagt Team-Manager Hans-Peter Diehr.

Die Sachsen sind derzeit die Mannschaft der Stunde in der Pro B. Die letzten fünf Spiele haben sie allesamt gewonnen. „Die Titans haben sich stark verstärkt und verfügen mittlerweile über gleich fünf Spieler, die zweistellig punkten können“, kennt Diehr den Grund für den Aufwärtstrend der Dresdner, die „dadurch sehr schwer auszurechnen sind“.

Das gilt aber gleichfalls für die AstroStars selbst. „Insofern treffen zwei ähnliche Mannschaften aufeinander“, glaubt Hans-Peter Diehr. Zudem weisen beide Kontrahenten in der Tabelle mit 18 Zählern denselben Punktestand auf. Die Bochumer führen als Tabellendritter ein Quartett an, das lediglich durch Korbdifferenz und Quervergleiche voneinander getrennt ist. Dresden gehört auch dazu und rangiert momentan auf Platz fünf.

Selbstverständlich wollen die Bochumer den Verfolger nicht vorbeiziehen lassen, doch leicht wird das Match nicht, glaubt der Manager: „Das ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Dresden ist nicht mehr mit dem Team zu vergleichen, das im Hinspiel in Bochum mit 65:85 regelrecht unterging. Trotzdem können wir sie auch diesmal wieder schlagen, allerdings benötigen wir dafür die Bestform.“

Zudem dürfen sich die AstroStars wohl kaum erneut solche Schwächephasen leisten wie in Recklinghausen und Stahnsdorf, wo sie beide Male einen 15-Punkte-Vorsprung aus dem zweiten Viertel aus der Hand gaben. „In Stahnsdorf hatte das sicher auch mit frühen Foulbelastungen zu tun. Davon war unter anderem Michael Haucke betroffen, dessen Punkte uns deswegen natürlich gefehlt haben“, relativiert Diehr.

Der 48-Jährige stellt aber dennoch klar: „Man kann nur an die Mannschaft appellieren, fokussiert zu bleiben. Man kann sich in dieser Liga in keiner Partie fünf bis zehn Minuten im Tiefschlaf erlauben. Eine klare Aufgabe ist es deshalb, bei einem Vorsprung nicht zufrieden zu sein, sondern zu versuchen, den Deckel draufzumachen.“

Die VfL AstroStars bangen dabei noch um die Einsätze von Felix Engel und „Bobo“ Bals. Letzterer zog sich in Stahnsdorf eine Rippenprellung zu, Engel laboriert an einer Achillessehnen-Verletzung. „Für Felix war die Pause gut, denn vor einer Woche hätte er keinesfalls spielen können“, verrät Manager Diehr, der hofft, dass das Duo mitwirken kann. Denn „gegen Dresden kann die Kadertiefe entscheidend sein“.