AstroStars lecken nach dem Aus ihre Wunden

Seine Fußverletzung war mitentscheidend für die Niederlage in Hanau. Die Bochumer würden aber gerne mit Ryon Howard deine weitere Saison bestreiten.
Seine Fußverletzung war mitentscheidend für die Niederlage in Hanau. Die Bochumer würden aber gerne mit Ryon Howard deine weitere Saison bestreiten.
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Was wir bereits wissen
Nach der 74:87-Niederlage bei den White Wings Hanau im dritten und entscheidenden Achtelfinalspiel ist die Saison für den Zweitligisten (Pro B) VfL AstroStars Bochum beendet.

Nur ein bisschen traurig kehrten die AstroStar-Korbjäger aus Hessen zurück. „Die Umstände waren zu ungünstig. Dennoch hat der Rest des Teams sich teuer verkauft“, sagte Manager Hans-Peter Diehr. Nach der 74:87-Niederlage bei den White Wings Hanau im dritten und entscheidenden Achtelfinalspiel ist damit die Saison für die Bochumer beendet.

Dabei war Ryon Howard, der beim Abschlusstraining und eigentlich lockeren Werfen am Montag unglücklich auf einem Fuß gelandet war – vorläufige Diagnose zumindest ein Haarriss – sogar noch mitgefahren. „Er ist so ehrgeizig, wollte dem Team helfen. Doch da hat die Gesundheit des Spielers Vorfahrt“, betonte Diehr. Weil dann auch Center Michael Haucke bereits nach fünf Spielminuten einen Schlag in die Wade bekam und hinaus musste, fehlten gleich zwei Stützen des Teams. Gerade bei den Rebounds nutzten das die White Wings, während Howard als Bewacher gegen Hanaus 102 Kilo schweren Cooperwood schmerzlich vermisst wurde. Cooperwood erzielte 24 Punkte.

Dennoch kämpfte der Rest verbissen. Zur Pause war man durchaus dran (33:39). „Ich bin mir fast sicher, mit Howards zweistelligen Punkten und Rebounds plus Haucke hätten wir es schaffen können“, so der AstroStar-Manager. Selbst im letzten Viertel gab es für den VfL, der jeweils nach Dreier-Würfen von Jimmy Sherburne auf 68:77 und 74:83 verkürzte, noch eine Chance. Allerdings ist auch die Leistung der Hessen anzuerkennen, die es auf eine starke Feldtrefferquote von 51 Prozent brachten (VfL: 48%).

„Schade ist das, denn wir hatten mit dieser Mannschaft, die eine klasse Runde gezeigt hat, das Gefühl“, sagte Diehr, „dass es in den Play-Offs noch weitergehen kann.“ Nächster Gegner wäre Rostock gewesen – und gegen diese hatte man in der regulären Saison gut ausgesehen. Nun aber sollen alle Beteiligten eine gute Woche komplett durchpusten, Wunden lecken, abschalten. Danach wollen die Offiziellen das nächste Zweitliga-Jahr planen.

Während US-Mann Sherburne in der kommenden Woche zurück in seine Heimat nach Wisconsin fliegen wird, will der Vorstand die neue Personalplanung sinnvollerweise beim Trainerteam starten, denn auch Cheftrainer Kai Schulze war ja erst einmal nur für eine Spielzeit gebunden.

Drei Spieler sind bereits vertraglich über diese Saison hinaus fix: Haucke, der vom AstroStar-Partner ein Stipendium und Studium an der EBZ „Business School“ bekam, unterschrieb für zwei Jahre plus optionale Verlängerung. Auch Spielmacher Felix Engel (bis 2017) und Raphael „Bobo“ Bals (2016) stehen unter Vertrag. „Wir sprechen mit den anderen und selbstverständlich auch mit Ryon. Er ist auf und neben dem Parkett eine Bank“, so Bochums Manager über den 30-Jährigen, dessen Verletzung heute in der Uniklinik Köln untersucht wird.