AstroStars können fast schon für die Playoffs planen

Ryon Howard war bester Spieler der AstroStars in Itzehoe.
Ryon Howard war bester Spieler der AstroStars in Itzehoe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der VfL Bochum AstroStars kann in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B nach dem Auswärtssieg in Itzehoe so gut wie sicher für die Playoffs planen. Ryon Howard überragte.

Itzehoe Eagles -
VfL AstroStars Bochum 67:85

Viertel: 14:22, 19:23, 15:19, 19:21

VfL: Howard (23/1), Sherburne (20/1), Haucke (14), Engel (11/1), Korbi (9/1), Bals (4). Feldmann (3/1), Wenningkamp (1), Abraham, Mersch

Die VfL AstroStars Bochum sind ihrem ersten Saisonziel mit dem Erfolg bei den Itzehoe Eagles einen riesigen Schritt nähergekommen. Mit nun schon 22 Punkten sind für die Mannen von Trainer Kai Schulze die Playoffs und damit gleichzeitig der Klassenerhalt nun zum Greifen nahe. Aufgrund sämtlicher gewonnener direkter Vergleiche bedarf es aus den letzten fünf Begegnungen möglicherweise nur noch eines einzigen Sieges, um den weiteren Saisonverlauf zu planen.

Manager Hans-Peter Diehr stand die Freude nach dem dritten Auswärtscoup ins Gesicht geschrieben. „Das war ein sehr wichtiger Sieg bei einem direkten Mitkonkurrenten um die Playoffs“, sagte Diehr, atmete auf und merkte an: „Meiner Ansicht nach war diese Begegnung ein Schlüsselspiel. Der Erfolg nimmt uns den Druck vor dem schweren Heimspiel am kommenden Samstag gegen Oldenburg.“

Den Bochumern gelang in Itzehoe beinahe ein Start-Ziel-Sieg. Lediglich den ersten Korb der Partie machten die „Adler“, denen anschließend gehörig die Flügel gestutzt wurden. Über 8:4 und 18:7 ging bereits das erste Viertel mit 22:14 an die AstroStars. Im zweiten Abschnitt zogen die Gäste ihr Spiel weiterhin voll durch, erarbeiteten sich einen zwischenzeitigen 14-Punkte-Vorteil (31:17) und nahmen eine klare Führung (45:33) mit in die Kabine.

Dank einer auch in der zweiten Halbzeit bärenstarken Defensive ließen die AstroStars nicht mehr das Geringste anbrennen. Absoluter Garant für den Sieg war Ryon Howard. Er nahm Itzehoes Jonathan Williams – bis dato immerhin der zweitbeste Werfer in der ProB – lange Zeit nahezu komplett aus der Partie. Erst als das Match längst entschieden war, ließ Howard den Star der Hausherren etwas gewähren.

„Ohne die Ideen und die Punkte von Williams fiel den Eagles nicht mehr sonderlich viel ein“, sagte Diehr und stellte damit den großen Anteil, den Howards Leistung am Sieg hatte, heraus; zumal der New Yorker „ganz nebenbei“ mit 23 Points auch noch zum besten Schützen der AstroStars avancierte. „Ryon hat ein Riesenspiel gemacht“, lobte Diehr.

Weil darüber hinaus für Jimmy Sherburne sechs Balleroberungen notiert wurden und die Deckung bis zur Schlusssirene nicht ins Wanken geriet, konnten auch kleinere Schwächephasen in der Offensive sicher kompensiert werden. Die Eagles kamen nie mehr näher als auf zehn Zähler (46:56) heran, doch vor dem letzten Viertel war der Vorsprung bereits wieder auf 64:48 angewachsen. Als der überragende Ryon Howard schließlich auch noch einen Dreier zum 63:81 versenkte, war der Widerstand der Hausherren endgültig gebrochen.