AstroStars feiern Auswärtssieg im Derby bei Citybasket

Michael Haucke war man of the match beim Bochumer Sieg in Recklinghausen.
Michael Haucke war man of the match beim Bochumer Sieg in Recklinghausen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Im packenden Derby bei den Citybaskets Recklinghausen feierten die AstroStars Bochum einen Auswärtssieg. Damit glückte dem Basketball-Zweitligisten ein toller Start ins neue Jahr.

Citybasket Recklinghausen -
VfL AstroStars Bochum 73:81

Viertel: 18:22, 20:21, 20:17, 15:21

VfL: Haucke (24), Howard (16/2 Dreier), Sherburne (9/1), Wenningkamp (9/1), Abraham (6), Bals (5), Engel (3/1), Feldmann (3/1), Korbi (3/1), Jasinski (3), Nanev

Die VfL AstroStars Bochum sind optimal ins neue Jahr gestartet. Bei den bislang in eigener Halle ungeschlagenen Citybaskets in Recklinghausen setzten sich die Mannen von Coach Kai Schulze verdient mit 81:73 durch und festigten durch den Erfolg im Revierduell den zweiten Platz in der 2. Liga Pro B. „Das war ein weiterer Sieg auf dem Weg in Richtung der Playoffs“, sagte Team-Manager Hans-Peter Diehr strahlend und merkte zudem an: „Wir haben verdient gewonnen.“

Die Zuschauer in der prallgefüllten Vestischen Arena sahen ein spannendes Derby, in dem es lange Zeit hin und her ging. Bochum legte durch Felix Wenningkamp und einen Dreier von Ryon Howard schnell ein 5:0 vor. Nach einem 11:1-Zwischenspurt hatte Recklinghausen alsbald jedoch mit 15:12 die Nase vorne, ehe Bochum wieder am Zug war. Viertelübergreifend machten sie aus dem Drei-Punkte-Rückstand eine deutliche 15-Zähler-Führung, für die mit David Feldmann, Julian Jasinski und Ilko Nanev nicht zuletzt mehrere Akteure aus dem zweiten Glied verantwortlich waren. Nach 15 Minuten lag Recklinghausen 24:39 hinten, doch eine Vorentscheidung war damit keineswegs gefallen.

Citybasket fightete mit einem 17:0-Run zurück. Als es darum kurz nach Beginn des dritten Abschnitts 49:43 für Recklinghausen stand, war das psychologische Momentum bei den Recklinghäusern, zumal gleich drei Dreier für weiteren Auftrieb gesorgt hatten. Die Bochumer ließen sich allerdings zu keinem Zeitpunkt von ihrer Linie abbringen. Einen großen Anteil daran hatte Michael Haucke. Der Center machte sein bislang bestes Spiel im Bochumer Dress, angelte einen Rebound nach dem nächsten und traf im Angriff hochprozentig.

Im Duett mit dem ebenfalls sehr gut aufgelegten Howard sorgte er bis zum Viertelende für eine Bochumer 60:58-Führung. Auch diese schwand wieder, ehe Patrick Abraham den Gastgeberm mit zwei Körben hintereinander in der 34. Minute endgültig den Zahn zog. Von da an gab es kein Halten mehr für Haucke, Howard und Co, die nach der Schlusssirene von den rund 150 VfL-Fans gefeiert wurden und zu Humba Täterä tanzten.

Während die AstroStars in den letzten fünf Minuten den längeren Atem hatten, räumte Recklinghausen-Trainer Thomas Rojakkers ein: „Uns fehlte am Ende etwas die Kraft.“ Der Holländer zeigte sich jedoch als fairer Verlierer: „Wir haben viele einfache Punkte zugelassen, aber Bochum ist eine der besten Mannschaften der Liga.“

VfL-Coach Kai Schulze nahm das Kompliment gerne entgegen, behielt nach dem neunten Saisonsieg aber den Blick für das Wesentliche: „Ich bin froh, sobald wir zwölf Siege haben sollten. Darauf arbeiten wir hin.“ Seiner Mannschaft bescheinigte er: „Wir haben um jeden Ball gefightet.“ Einziges Bochumer Manko war eine mangelhafte Freiwurfquote von lediglich 24 Prozent getroffenen Würfen. Schulze brachte es dennoch auf den Punkt: „Wenn man trotz einer solchen Quote gewinnt, sagt das schon einiges.“

Notizen: Haucke ist der „Man of the match“

Michael Haucke war der „Man of the match“ beim Bochumer Derbysieg. Zwar ließ auch er an der Freiwurflinie einiges liegen, doch aus dem Spiel heraus war der Center der stärkste Akteur auf dem Feld. „Er war überragend“, attestierte VfL-Coach Kai Schulze. Sogar Thomas Rojakkers, der Trainer der Hausherren, gratulierte Haucke indirekt zu dessen Leistung: „Wir hatten ziemliche Probleme mit ihm.“

Klarer Aufwärtstrend bei Routinier Patrick Abraham

Ein klarer Aufwärtstrend war bei Patrick Abraham zu erkennen. Brauchte der Routinier nach zehnmonatiger Verletzungspause im Herbst zunächst noch einige Partien, um wieder seinen Rhythmus zu finden, gelangen ihm in Recklinghausen nun auch wieder entscheidende Punkte. Beachtlich war dabei seine Wurfstatistik. Bei vier Versuchen landeten drei Bälle im Korb.

Recklinghausen an der Freiwurflinie effektiver

Während die VfL AstroStars bei den Freiwürfen „zitterten“ und nur vier von 17 Bällen von der Linie einlochten, waren die Gastgeber bei diesen Gelegenheiten deutlich treffsicherer. Sie brachten es immerhin auf eine Quote von 60 Prozent (12/20).