AstroStars: Eine Frage der Einstellung

Vielleicht hat er ja noch Tipps für seine Bochumer Teamkollegen parat: Michael Haucke (re.), Ex-Stahnsdorfer.
Vielleicht hat er ja noch Tipps für seine Bochumer Teamkollegen parat: Michael Haucke (re.), Ex-Stahnsdorfer.
Foto: FUNKE Foto Services

Dem Kurztrip nach Recklinghausen folgt für die Zweitliga-Basketballer des VfL AstroStars Bochum eine lange Tagestour. Die beginnt am morgigen Sonntag um 9 Uhr an der Rundsporthalle und endet erst am Montag, wenn das Team von Coach Kai Schulze in aller Früh gegen vier Uhr in Bochum zurückerwartet wird.

„Kampf auf Biegen und Brechen“

Das Reiseziel befindet sich zwischen Berlin und Potsdam. Um 17.30 Uhr steigt das Zweitliga-Match der AstroStars beim RSV Eintracht Stahnsdorf. So weit die Anreise ist, so weit ist auch die Distanz, die in der Tabelle zwischen beiden Mannschaften liegt. Die Hausherren sind Schlusslicht, die Gäste rangieren auf dem zweiten Platz.

Dass die AstroStars angesichts dieser Konstellation um die Favoritenrolle nicht herum kommen, steht außer Frage, doch Manager Hans-Peter Diehr ist weit davon entfernt, die Eintracht an der roten Laterne zu messen. „In dieser Saison ist die Leistungsdichte in der Pro B enorm. Wir hatten bei einigen Siegen etwas Glück, Stahnsdorf bei einigen knappen Niederlagen hingegen Pech. Ihr letzter Platz trügt ebenso wie unser Rang zwei.“

Immerhin stehen bei Stahnsdorf bereits fünf Siege zubuche. „Für ein Schlusslicht nicht wenig. Das Team muss man sehr ernst nehmen“, sagt Diehr über die Brandenburger, deren Rückstand zum rettenden Ufer vier Punkte beträgt. Gerade in eigener Halle werden sie alles daran setzen, zwei weitere Zähler auf ihrem Konto zu verbuchen. „Das ist keine leichte Aufgabe für uns, zumal Stahnsdorf gute Spieler hat. Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen“, warnt Diehr.

Zeigen die Bochumer freilich eine ähnliche Leistung wie in den letzten drei Partien, die sie allesamt für sich entscheiden konnten, stehen die Chancen gut, den Gastgebern die sechste Niederlage in Serie beizubringen. „Wir haben zuletzt drei schwere Spiele hintereinander gewonnen. Das Selbstbewusstsein ist vorhanden, wir fahren mit breiter Brust nach Stahnsdorf“, stellt Hans-Peter Diehr klar.

Viel dürfte davon abhängen, dass die Spieler der AstroStars den Rivalen ob der Tabellenkonstellation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Anfang November fuhren sie von Bochum nach Herten, das damals noch ohne jeden Punkt war, blieben weit unter ihren Möglichkeiten und bekamen mit einer verdienten Niederlage eine böse Quittung. „Ein Tabellenletzter liegt unseren Jungs nicht“, warnt Diehr vor einem neuerlichen Schlendrian.

Auch Coach Kai Schulze hat bei den Trainingseinheiten immer wieder darauf hingewiesen. Der Bochumer Trainer verdeutlicht: „Natürlich hoffe ich, dass die Mannschaft die richtige Einstellung zeigen wird. Ich habe es den Spielern aber immer wieder eingebläut, dass in dieser Liga kein Gegner zu unterschätzen ist.“ Dennoch ist er guter Dinge (s. Infokasten).