AstroStars Bochum gehen die Spieler aus

Auch Cham Korbi (re.) fehlt den AstroStars am Sonntag in Leipzig.
Auch Cham Korbi (re.) fehlt den AstroStars am Sonntag in Leipzig.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Viele Ausfälle zu beklagen hat Basketball-Zweitligist AstroStars Bochum vor dem Auswärtsspiel am Sonntag in Leipzig.

Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr) bei den Uni-Riesen Leipzig ist die Situation bei den VfL AstroStars zwiegespalten. Der größte sportliche Druck ist durch den vorzeitigen Einzug in die Playoffs zwar gewichen, doch die Bochumer Personalsorgen sind aktuell riesengroß. „Es stellt sich die Frage, mit welcher Mannschaft wird antreten können“, bringt Manager Hans-Peter Diehr die Situation auf den Punkt.

Ilko Nanev fällt aufgrund seines Handbruchs bereits seit einigen Wochen aus. Die Verletzung, die sich Raphael Bals beim Heimsieg gegen die BSW Sixers zuzog, hat sich als nicht ganz so schwerwiegend herausgestellt. „Er hat ein Ödem am Mittelfuß“, gibt AstroStars-Vorsitzender Rainer Otto Hetzscholdt die Diagnose der medizinischen Abteilung weiter. Bals kann mindestens zwei Wochen nicht spielen.

Zumindest in Leipzig wird auch Cham Korbi nicht auflaufen. Das Risiko, dass seine Oberschenkelzerrung aufbricht und ihn für die Playoffs gänzlich aus dem Verkehr zieht, ist zu groß. „Vielleicht kann Cham am letzten Spieltag gegen Magdeburg mitwirken“, spekuliert Hans-Peter Diehr.

Angeschlagen und überaus fraglich sind für die Partie in Leipzig ferner Center Michael Haucke (Rücken) und Kapitän Felix Wenningkamp (Prellung). Beide mussten unter der Woche beim Training aussetzen. „Herschenken werden wir das Spiel ganz sicher nicht, aber wir müssen abwarten, was geht“, sieht Diehr den Tabellenfünften beim -zehnten deshalb keineswegs in der Favoritenrolle.

Dabei steht für beide Kontrahenten immer noch einiges auf dem Spiel. Die Gastgeber müssen unbedingt gewinnen, wollen sie den Gang in die Playdowns vermeiden. Die AstroStars können sich eine optimale Ausgangslage für das Playoff-Achtelfinale erarbeiten. Platz vier nach den nächsten beiden Partien zum Abschluss der regulären Saison würde sogar Heimvorteil im ersten Spiel der Playoffs bedeuten.

Den vierten Rang zu erkämpfen hält Diehr aber eher für unwahrscheinlich: „Theoretisch ist das zwar noch möglich, realistischer aber ist es wohl, den fünften Platz behaupten zu können. Nach oben zu schauen, macht beim jetzigen Personalstand wenig Sinn.“

Um als Vierter die Hauptrunde zu beenden, müssten die Bochumer beide noch ausstehenden Spiele siegreich gestalten. Für Rang fünf würde laut Diehr bereits ein Erfolg am letzten Spieltag daheim gegen Magdeburg reichen.

„Wir zahlen derzeit den Tribut für die anstrengende Saison“, sagt der Bochumer Manager, der die Probleme aber annimmt und sich pragmatisch zeigt: „Es ist, wie es ist: Dann müssen wir eben schnell und über die kleinen Positionen spielen.“