Andrea Surholt geht auf Abschiedstournee

Wird ihre Mannschaft nur noch ein paarmal motivieren können: Andrea Surholt im Kreise der Teutonia-Spielerinnen.
Wird ihre Mannschaft nur noch ein paarmal motivieren können: Andrea Surholt im Kreise der Teutonia-Spielerinnen.
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Was wir bereits wissen
Trainerin Andrea Surholt wird die Oberliga-Handballerinnen des SV Teutonia Riemke zum Saisonende verlassen. Ihr Nachfolger ist der 49-jährige Jörg Fähmel.

Trainerin Andrea Surholt wird die Oberliga-Handballerinnen des SV Teutonia Riemke zum Saisonende verlassen. Ihr Nachfolger ist der 49-jährige Jörg Fähmel. Das gab der Verein vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den HC TuRa Bergkamen (17 Uhr, Böll-Halle) nun auch offiziell bekannt. Festgestanden hatte der Entschluss der ehemaligen Profihandballerin, Bochum zu verlassen, allerdings schon länger. Surholt war bereits vor einiger Zeit nach Köln gezogen und kann den zeitlichen Aufwand in Zukunft aus privaten sowie beruflichen Gründen nicht mehr stemmen.

Wenngleich die Rücktritts-Entscheidung angesichts der räumlichen Entfernung letztlich unumstößlich war, fällt es Andrea Surholt natürlich schwer, die Mannschaft Mitte Mai abzugeben. „Jede Spielerin hat sich individuell weiterentwickelt. Ich habe versucht, vor allem den Jüngeren mehr Verantwortung zu geben. Das war das Ziel, und das ist gut gelungen“, sagte Surholt. Sie hatte die junge Mannschaft im Januar 2014 als Abstiegskandidaten übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Jetzt steht die Teutonia auf dem fünften Platz, konnte sogar einige „Große“ ärgern – und begeistert durch ihr starkes Tempospiel. Auch einer von Surholts Verdiensten.

„Andrea hat hier sehr gute Arbeit geleistet, die Mannschaft durch ihre Erfahrung wieder in die Spur gebracht“, sagte Winfried Henkel, Damenwart der Teutonia. Nachfolger Jörg Fähmel ist wie Surholt ein ehemaliger Riemker Spieler, er stand zu aktiven Zeiten in der Oberliga im Tor. Als Trainer kommt Fähmel auf verschiedene Stationen im Jugend- und Frauenbereich, unter anderem war er Torwarttrainer bei den Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund.

Das Heimspiel gegen Bergkamen ist nun also der Auftakt zu einer fünf Spiele andauernden Abschiedstournee von Andrea Surholt. Und mit einem Sieg könnten die Grün-Weißen sogar am Tabellenvierten Bergkamen vorbeiziehen und deren Platz einnehmen. „Die sind“, sagt Surholt, „wirklich gut. Schwierig wird es deshalb definitiv.“ Die Trainerin hat vor allem deshalb Respekt vor der Aufgabe, weil ihre Mannschaft bislang die Spielpausen nicht gut verpackt hat: „Ich habe solche Spiele, wenn die Mannschaft im Saft steht, lieber. Aber vielleicht wird es ja diesmal besser.“

Keine personellen Veränderungen

Auch die Riemker Verbandsliga-Männer spielen gegen den HC TuRa Bergkamen – um 19 Uhr in der Böll-Sporthalle. Für das Team von Trainer Timo Marcinowski wird es in der Tabelle nicht mehr bedeutend nach oben oder unten gehen. „Wir müssen an unserem Umschaltspiel arbeiten“, sagt Marcinowski: „Darauf lege ich Wert. Aber in unsere erste und zweite Welle kommen wir nur mit einer guten Defensive und guten Torhütern.“ Bergkamen ist eine körperlich starke Mannschaft. Marcinowski sagt: „Da können die Jungs sich noch mal beweisen.“ Personell ist – bei Männern wie Frauen – alles beim Alten im Vergleich zum Beginn der Osterpause.