Alles soll besser werden bei der U19

War in der Offensive oft auf sich allein gestellt: Cagatay Kader.
War in der Offensive oft auf sich allein gestellt: Cagatay Kader.
Foto: WAZ-FotoPool
Sie waren mit hohen Erwartungen in die Spielzeit gestartet, sorgten aber mit Rang acht für eine Enttäuschung. Die U19 des VfL Bochum will es nun besser machen.

Bereits am heutigen Mittwoch bitten der neue U19-Trainer Thomas Reis und Ex-Nationalspieler Paul Freier Bochums A-Junioren zum ersten Aufgalopp. Mit vier externen Neuzugängen und neun U17-Akteuren aus den eigenen Reihen will das älteste Nachwuchsteam des VfL die vergangene Saison vergessen machen.

„Mit der letzten Saison kann niemand zufrieden sein“, sagt Dariusz Wosz, der mittlerweiler als Techniktrainer von den Profis bis zur Jugend fungiert, rückblickend. Mit großen Ambitionen war die U19 in die Spielzeit gestartet, immerhin stieg ein Großteil des Stammes aus der U17-Vizemeistermannschaft zu den A-Junioren auf. Rang acht am Ende war ernüchternd.

Dabei fing die Saison gar nicht schlecht an: Ein 3:3 in Gladbach, ein deutliches 3:0 gegen den MSV und ein knapper 1:0-Sieg gegen den BVB weckten Erwartungen, die schnell enttäuscht wurden. Am vierten Spieltag zerlegte der 1. FC Köln den VfL mit 5:0, auch die anschließenden Partien gegen Schalke (1:2) und Leverkusen (1:4) gingen verloren. Doch nicht nur gegen die etablierten Mannschaften der Liga ließ man die Punkte liegen. Gegen Bonn, Bielefeld, Münster und Wuppertal kamen die Bochumer trotz bester Torchancen nicht über ein Remis hinaus. Zumindest auf die Defensive konnte sich der VfL da aber wieder verlassen: Die Verteidigung um Frederik Lach und Torhüter Lukas Fiedler rettete immerhin die Unentschieden.

In der Offensive aber drückte der Schuh: In der gesamtem Spielzeit kam die U19 nur auf 31 Treffer, einer der schlechtesten Werte der Liga. Einzig Cagatay Kader netzte regelmäßig ein. Der U17-Torschützenkönig konnte seine starke Quote aus dem Vorjahr (26 Spiele/20 Tore) zwar nicht ganz halten und geriet zwischenzeitlich, wie die ganze Mannschaft, in eine Torkrise, traf in 26 Spielen aber immerhin 13 Mal. Bei den anderen Offensivkräften tat sich wenig bis nichts. Sandro Plechaty erzielte zwei, Enes Küc und Roman Zengin je einen Treffer, Emre Can und Savino Marotta gingen komplett leer aus. „In der Offensive hat uns die Qualität gefehlt“, gibt Wosz zu: „Außerdem war die Mannschaft sehr jung und unerfahren, musste einiges in den Spielen selbst lernen. Die Jungs haben versucht, alles zu geben, aber die Unerfahrenheit hat uns viele Punkte gekostet.“

Aus der Hinrunde lernten die VfL-Talente allerdings nicht schnell genug, in der Rückrunde gab es keine Verbesserung, einzig der Sieg über Borussia Dortmund ragte heraus. Da ließ Kader seine Fähigkeiten aufblitzen, sicherte mit einem Doppelpack den 2:1-Erfolg. Dafür setzte es wieder eine Klatsche gegen den FC Köln (0:4) und Niederlagen gegen vier Abstiegskandidaten (Bonner SC, Viktoria Köln, Preußen Münster, Wuppertaler SV). „Wenn wir das Spiel machen mussten, waren wir zu ungeduldig oder zu ideenlos“, sagt Wosz. So blieb am Ende nicht mehr als der achte Platz.

Auch ein Happy End im Pokal, wie bei der U17, war den A-Junioren nicht vergönnt: Im Halbfinale gegen Schalke (0:2) war Schluss. „Das war unnötig, wie so vieles in dieser Saison“, so Wosz’ unerfreuliches Fazit.

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