Achtelfinale Endstation für Wattenscheid
15.11.2009 | 20:31 Uhr 2009-11-15T20:31:00+0100
Mit einer klaren 0:4-Niederlage verabschiedete sich Frauenfußball-Zweitligist SG Wattenscheid 09 aus dem DFB-Pokal. Im Achtelfinale zeigten die Gastgeberinnen gegen den starken 1. FC Köln aber dennoch eine ordentliche Leistung.
SG Wattenscheid 09 - 1. FC Köln 0:4 (0:3)
Tore: 0:1/0:3/0:4 Defterli (1./19./70.), 0:2 Bender (10.)
SGW: Duschinski, Kill, Deyke, Bolle, Diekmann (46. Zumdick), Angrick, Quast, Hoffmann, Schröder (74. Kocakaya), Doorsoun, Rogalla (55. Ganser)
Die SG Wattenscheid 09 ist nach einer deutlichen 0:4-Niederlage gegen den 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. SGW-Coach Jörg Amthor sprach dennoch von einer „Leistungssteigerung” und lobte den „unermüdlichen Kampfeswillen” seiner Elf.
Die hatte nach wenigen Sekunden die erste Chance, als der Ball mit Anpfiff nach vorne geschlagen wurde und Katharina Rogalla nur knapp an der Kölner Torfrau scheiterte. Im Gegenzug zeigten die Rheinländerinnen, wie es gemacht wird: Bilgin Defterli, kaum einen gefühlten Meter fünfzig groß, setzte sich gegen die Abwehrreihe durch und schloss eiskalt gegen 09-Keeperin Stephanie Duschinski ab. Minute eins des Spiels, Stand 0:1.
Damit nicht genug: Defterli erhöhte nach einer Traumkombination mit Charline Hartmann, ehe Nicole Bender mittels eines 30-Meter-Sonntagsschusses, einem „Wembley-Tor”, wie es Amthor beeindruckt beschrieb, dem Geißbock vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale sicherte.
Halbzeit zwei verstrich fast ereignislos: Allerdings sah Laura Hoffmann Gelb-Rot für eine üble, durch offenkundigen Frust motivierte Grätsche (68.), die Defterli zusätzlich bestrafte, indem sie direkt noch eins drauflegte - 0:4 (70.).
„Die Kölner waren uns auf den Einzelpositionen überlegen”, analysierte Amthor sachlich den Grund fürs Aus und kündigte für Hoffmanns unfaires Verhalten Konsequenzen an. Dass die Chancenverwertung,mehr als die Unterzahl, ihren Teil zur Niederlage geleistet hatte, leugnete er nicht.
Ziel für den Ligabetrieb müsse es daher sein, „die Fahrlässigkeiten zu unterlassen, um mehr Positives in die Offensivbewegung zu bringen und wieder zum Torerfolg zu kommen”. Denn insgesamt war Amthor von der Leistung seines Teams überzeugt: „Die Mädels haben neunzig Minuten nicht aufgesteckt.”
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