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Leichtathletik EM

Acht Wattenscheider für Deutschland

26.06.2012 | 18:20 Uhr
Acht Wattenscheider für Deutschland
Nächster Anlauf: Sossi Moguenara startet als Zweitbeste der Meldeliste bei der Europameisterschaft - am Mittwoch ab 8 Uhr MESZ. Foto: Birkenstock

Der TV Wattenscheid 01 stellt einige Medaillenkandidaten bei der Europameisterschaft in Helsinki. Heute geht es los mit Moguenara, Reus und Cremer. Ein Ausblick.

Es ist einiges möglich bei der Leichtathletik-EM in Helsinki für das deutsche Team, den TV Wattenscheid. „Nach den guten Vorleistungen“, sagt Manager Michael Huke, „können wir auf die eine oder andere Medaille hoffen.“ Heute beginnt die EM, auch für drei der acht Wattenscheider.

Gleich um 8 Uhr unserer Zeit (alle Angaben MESZ, in Finnland eine Stunde später) legt Sosthene Moguenara los. Die Weitspringerin, die Gold holen kann. Oder „Blech“ wie bei der DM, als sie den Balken nie richtig traf. Das frühe Aus für die 22-Jährige, die mit 6,88m auf Rang zwei der EM-Meldeliste liegt. Abgehakt? „Ich fühle mich gut, wir haben zuletzt am Anlauf gearbeitet. Er muss stabiler werden.“ Damit die „Verunsicherung“, so Huke, nicht erneut die Hoffnung früh zerstört auf das Finale am Donnerstag, will Moguenara „nichts von Weiten und Platzierungen wissen“, sagt sie. „Ich werde einfach springen und mein Bestes geben.“

Auch Julian Reus startet heute (Vorlauf ab 10.40 Uhr), will „im Bereich meiner Bestzeit laufen“, die er jüngst im Lohrheidestadion hinlegte (10,25 Sekunden). Das würde fürs Halbfinale (19.20 Uhr) reichen. Alles weitere wäre gegen den Franzosen Christophe Lemaitre (10,04) und Co. - acht EM-Teilnehmer liefen in diesem Jahr unter 10,20 Sekunden - eine dicke Überraschung. Anders sieht es in der Staffel aus: Die deutsche Mannschaft, Dritter der EM 2010, geht als Jahresschnellste ins Rennen. DM-Sieger Lukas Jakubczyk, Tobias Unger und Reus dürften gesetzt sein. Offen ist, ob Wattenscheids Routinier Alexander Kosenkow nach seiner Krankheit Martin Keller vorgezogen wird (Vorlauf Samstag, Finale Sonntag).

Bereits heute (ab 16.50 Uhr) geht es für Esther Cremer rund. Die 400m-Meisterin sagt: „Die zweite Runde zu erreichen, wäre schon echt toll.“ Im Bereich der Bestzeit (51,76) wäre aber auch mehr als das Halbfinale (Do.) drin - das Finale am Freitag. Zudem will sie die Olympia-Norm angreifen (51,20): „Das Potenzial dafür hat sie“, sagt Huke. Mit der Staffel gewann Cremer bereits 2010 Silber. Der Vorlauf am Samstag soll da nur ein erster Schritt sein fürs Finale.

Was dahingehend auch für Denise Krebs, Nummer Neun der Meldeliste, gilt, die heute ihren 25. Geburtstag feiert und sich am Samstag (11.20 Uhr) mit dem Final-Einzug über 1500m beschenken will - am liebsten mit Olympia-Norm. Ein Ziel, das auch der bisher selten starke Sebastian Ernst über 200m (Fr.) noch hat, wobei mehr als das Halbfinale Utopie ist.

Hoch hinaus will Malte Mohr: Der Stabhochspringer tritt mit 5,91m als Weltjahres-Bester an (Quali Sa., Finale Sonntag). Dennoch ist der ebenfalls erst 25-jährige Franzose Renauld Lavillenie Favorit - als Jahreszweiter (5,90m), Titelverteidiger, Hallenweltmeister.

Ralf Ritter



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