Abwehr holprig, Murru verletzt: Weitmar bangt
03.08.2010 | 16:46 Uhr 2010-08-03T16:46:00+0200
Umstellung auf Viererkette und Kreuzbandriss bei Steven Murru machen SC 45-Trainer gut zehn Tage vor Liga-Wiederbeginn Sorgen.
„Es hakt noch an der ein oder anderen Stelle“, sagt Stefan Schubert. Den Weg zu „attraktiverem Fußball“ hatte der Trainer des SC Weitmar 45 nach der abgelaufenen Saison als Ziel der aktuellen Saisonvorbereitung ausgelobt. Bis jetzt jedoch, keine zehn Tage vor Liga-Wiederbeginn und dem Auftakt-Derby bei SW Wattenscheid 08 (Freitag, 13. August), lassen diesbezügliche Erfolge auf sich warten.
Platz neun in der Vorsaison – freilich nicht weniger als das, was man sich für die zweite Landesliga-Spielzeit vorgenommen hatte. Allerdings auch nicht mehr. Vor allem gegen die vermeintlich schwächeren Gegner, wenn die Waldschlößchen-Elf zur Initiative gezwungen war, ging zu wenig. Die nicht seltenen Überraschungserfolge gegen die Spitzenmannschaften der Liga waren indes zumeist einer abwartenden Konter-Taktik geschuldet – gewinnbringend, aber nicht schön.
Gerade daher verwundert es nicht, dass sich der Sportclub in der bisherigen Vorbereitung so schwer tut. Die defensive Dreierkette mit Manndeckung, die Basis der zuletzt oft erfolgreichen Abwehr-Kompaktheit, ist einer Viererkette gewichen. Und in dieser, so räumt Schubert ein, „fehlt es noch oft an der Abstimmung.“ Zeugnisse davon sind Testspiel-Pleiten gegen Bezirksligisten aus Stuckenbusch (0:2), Gelsenkirchen-Horst (1:2) sowie das Halbfinal-Aus im Rodemann-Cup gegen den A-Kreisliga-Meister Amacspor Dahlhausen (1:3).
In den letzten Tagen vor Saisonbeginn, sagt Schubert, müssten sich nun „auf einigen Positionen noch die Favoriten herauskristallisieren.“ Speziell die Außenbahnen im Abwehr- und Mittelfeldbereich hat er dabei im Auge. Vor allem aber sei derzeit der Kreativ-Bereich verwaist. Einer, der diesen hätte beleben können, Techniker Steven Murru, fällt mit einem Kreuzbandriss aus – „besonders bitter, weil er sich in der letzten Saison nach derselben Verletzung erst wieder herangekämpft hatte“, sagt Schubert.
Auf ihn und seine Schützlinge warten nun noch zwei Testspiele. Erst am Donnerstag gegen Teutonia Schalke, dann gegen Union Bergen am Sonntag. Schubert will dabei und zu Saisonbeginn weiter am veränderten System festhalten, „weil wir langfristig denken“, sagt er. Und das Kreativ-Loch? „Was wir individuell nicht lösen können, müssen wir kollektiv auffangen.“
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