Kommentar : Anerkennung
Von einer „schwierigen Entscheidung” gegen Frank Heinemann, sprach Werner Altegoer angesichts der Präsentation des neuen Chef-Trainers Heiko Herrlich. Tatsächlich hat Heinemann ja auch wieder Schwung in den Laden gebracht und den Spielern Beine gemacht nach der Trennung von Marcel Koller.
Um einen Neuanfang, der diesen Namen verdient, zu starten, braucht es aber jemanden, der von außen kommt, der vorurteilsfrei auf Mannschaft und Klub schaut und dabei Dinge, auch missliche, erkennt, die einer, der schon lange dabei ist und sich eingeordnet hat in eine nicht immer gesunde Hierarchie, einfach als gegeben akzeptiert. Sowohl die aktuelle Mannschaft, die intern beileibe nicht so gut harmoniert und funktioniert, wie man sich das wünschen würde, als auch das Gesamtgefüge benötigen jedoch neue Impulse und frischen Wind.
Der VfL-Führung wurde in der Vergangenheit, mal zu Unrecht, oft zu Recht, vorgeworfen jedes noch so kleine Risiko zu scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Jetzt also sind sie unübersehbar ins Risiko gegangen, mit dem Vorstand als treibende Kraft. Das sollte, nein das muss man einfach mal anerkennen, auch wenn der nun bevorzugte Jugendstil natürlich schon ein wenig trendy ist und damit alles andere als eine Bochumer Erfindung.
Außerdem: Eine Garantie, den Abstiegskampf erneut erfolgreich zu bestehen, hätte diesem Klub auch kein Guardiola oder Mourinho geben können.






