5:1: Toku-Elf beherrscht Köln vor Trostlos-Kulisse

SG Wattenscheid 09 -
1. FC Köln U 23 5:1 (2:0)

SG 09: Boss - Tobor, Clever, Klinger, Kacinoglu - Kaplan, Mbona, Mohammad (46. Saka), Avci - Kaya, Taskin

Tore: 1:0 Avci (1.), 2:0 Kaya (13.), 3:0 Saka (50.), 3:1 Laux (53.), 4:1, 5:1 Kaplan (69., 74.)

„Tor. Geil.“ Keine 30 Sekunden waren gespielt, da durfte sich der Wattenscheider Vorsitzende Frank Kolberg nach turbulenten 48 Stunden endlich mal wieder freuen. Ridvan Avci hatte das 1:0 im Abstiegskrimi gegen die Kölner U 23 erzielt und damit den Auftakt zu einem insbesondere in der ersten Halbzeit mitreißenden Spiel gemacht. Der am Ende auch in der Höhe verdiente 5:1-Sieg zieht die Rheinländer nun endgültig mit in den an Spannung kaum zu überbietenden Abstiegskampf. Wattenscheid hat es dank dieses Erfolges wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz geschafft und auch noch etwas für das Torverhältnis getan, das am Ende ebenfalls wichtig werden kann.

Angesichts des Lizenz-Hickhacks kurz vor dem Spiel war eine derart befreit und stark aufspielende Mannschaft nicht unbedingt zu erwarten. „Wir wussten, dass man Köln nicht spielen lassen sollte“, meinte der erleichterte 09-Trainer Farat Toku. Deshalb liefen die Wattenscheider die Gäste schon früh an, waren überdies bissig in den Zweikämpfen und legten eine gute Übersicht an den Tag. Rund ein Dutzend hochkarätiger Gelegenheiten gab es insgesamt auf beiden Seiten. Gut für Wattenscheid, dass Güngör Kaya nach selbstlosem Zuspiel des in der Pause ausgewechselten Necirwan Khalil Mohammad schon in der 13. Minute auf 2:0 erhöht hatte.

Kurz darauf hatten die Hausherren vor der Trostlos-Kulisse von 409 Zuschauern zwar zehn fahrige Minuten, in denen Köln immer wieder mit tödlichen Pässen durch die Schnittstelle agierte und den starken Torwart Tim Boss so ein ums andere Mal auf die Probe stellte. Dennoch fingen sich die 09er rasch: Das 3:0 von Nino Saka (50.), der dem Wattenscheider Spiel erneut gut getan hat, brachte die Entscheidung. Marius Laux erzielte zwar noch das 3:1 (53.), doch dann schlug Burak Kaplan noch zweimal zu. „Das ist die richtige Antwort an alle Kritiker“, sagte Farat Toku: „Nach den ganzen Schlagzeilen war dieser Sieg natürlich wichtig.“