09: Nullnummer gegen Hüls
05.02.2012 | 19:38 Uhr 2012-02-05T19:38:00+0100
Die Trainer der Westfalen- und Landesligisten hatten am vergangenen Wochenende eines gemeinsam. Über die Testspiel-Auftritte ihrer Mannschaften konnten sie im Allgemeinen nicht meckern - wenngleich es natürlich hier und da Optimierungsbedarf gab.
Westfalenliga-Tabellenführer SG Wattenscheid 09 absolvierte nach dem Test gegen Speldorf (0:3) das zweite Spiel gegen einen NRW-Ligisten. Gegen den VfB Hüls hielt man diesmal besser mit, holte ein torloses Remis. „Vor allem defensiv haben wir deutlich besser gestanden“, lobte Trainer André Pawlak, der darauf auch im Vorhinein das „Hauptaugenmerk“ legte: „Aus dem Spiel heraus haben wir keine Torchance zugelassen.“ Großartige Tormöglichkeiten hatten die Wattenscheider ihrerseits auch nicht. Milko Trisic scheiterte mit einem Schuss ins lange Eck (2.), auch Kevin Brümmers Schuss von der Strafraumgrenze brachte nichts ein. „Offensiv waren wir teils zu ungenau, teils zu hektisch“, so Pawlak. Positiv stimmte ihn noch, dass trotz eines kompletten Personalwechels „kein Bruch im Spiel“ zu erkennen gewesen sei. Dennoch spüre man in vielen Situationen, dass die NRW-Liga eine andere Hausnummer ist. „Im Spielaufbau haben wir weniger Zeit, müssen mit weniger Kontakten auskommen, stehen mehr unter Druck“, so Pawlak. Wichtige Erfahrungswerte für sein Team, das ja unbedingt an der Regionalliga-Relegation teilnehmen will und in jener Aufstiegsrunde auf einen NRW-Ligisten träfe.
Der zweite Westfalenligist, die DJK TuS Hordel, unterlag beim SV Lippstadt mit 2:6 (1:2). Was auf den ersten Blick wie eine böse Bauchlandung anmutet, relativierte Co-Trainer Norbert Schönnagel: „Fußballerisch war das richtig gut.“ Zwar gab es in der 2. und 9. Minute direkt eine kalte Dusche in Form von zwei Gegentoren - doch Nikolai Nehlson glich kurz vor der Pause aus (40.). Auch nach der Pause gab Hordel den Ton an, versiebte aber fünf klare Torchancen. Nach der Verletzung von Innenverteidiger Andreas Büscher war man nur noch zu zehnt, so dass der Tabellenführer der Parallelstaffel leichtes Spiel hatte und noch vier Mal traf. Dawid Ginczek besorgte lediglich noch das zwischenzeitliche 2:4 (73.).
In der Riege der Landesligisten verbuchte der SV Höntrop mit dem 4:0 (1:0) gegen den Bezirksligisten TuS Querenburg das deutlichste Ergebnis. In den ersten 20 Minuten kontrollierten die Höntroper von Trainer Thomas Baron das Spielgeschehen, gingen durch Ahmet Ayata (11.) in Führung. In der zweiten Halbzeit spielte Querenburg ein bisschen mehr mit, die Tore erzielte dennoch der SVH. Tim Hülsebusch (58., 76.) und A-Junior Niklas Sommer (73.) schraubten den Endstand in die Höhe. „Wir hätten ein paar Tore mehr schießen müssen. Aber angesichts unserer Karnevalsfeier am Abend vorher ist das schon vertretbar“, so Baron augenzwinkernd.
SW Eppendorf unterlag dem Bezirksliga-Zweiten VTS Iserlohn mit 1:4 (1:0). Während die Schwarz-Weißen in der ersten Halbzeit eine gute Leistung zeigten und durch Marvin Fahr (36.) in Front gingen, stimmte im zweiten Durchgang nichts mehr. Keine Zweikämpfe, keine Raumaufteilung, keine Laufbereitschaft, blinder Aktionismus: So hatte Iserlohn alle Möglichkeiten, gleich viermal (46., 53., 65., 75.) zu treffen. „Ich will aber nicht alles schlecht reden“, so Trainer Frank Kirchner, der auf die gute erste Hälfte baut. Der Sturm-Neuzugang Abdul Iyodo brauche „noch seine Zeit“, so Kirchner.
SW Wattenscheid 08 spielte sowohl gegen die U 19 der SG Wattenscheid 09 (2:3) als auch gegen ETB SW Essen II (3:3) und konnte dabei keinen Sieg erringen. Gegen den Nachwuchs des Erzrivalen war Trainer Bayram Kollu trotz der Niederlage vor allem von der läuferischen Leistung angetan: „Ich wollte sehen, wer in der Winterpause etwas getan hat. Alle sind fit.“
Gegen die Essener Reserve („Ein super Gegner“) hatte Kollu personell „einiges umgekrempelt“. Es entwickelte sich ein flotter Test, in dem die 08er eine 1:0-Führung noch vor dem Pausenpfiff hergaben. Anschließend kam Wattenscheid zu Ausgleich und Führung, nahm dann aber noch das 3:3 hin. Kollu: „Wir haben die Kugel gut laufen lassen.“
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