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0:5 in Erkenschwick: SG 09 versagt kollektiv

11.11.2012 | 20:19 Uhr
0:5 in Erkenschwick: SG 09 versagt kollektiv
Nach 45 Minuten ausgewechselt: Christian Luvuezo (re.).Foto: Gerhard Schypulla

Wer nach dem krachenden 0:5 (0:2) bei der SpVgg. Erkenschwick einen schwer niedergeschlagenen André Pawlak erwartet hatte, wurde enttäuscht. Zumindest öffentlich analysierte der Trainer des Oberligisten SG Wattenscheid 09 die Klatsche im Stimbergstadion kühl und sachlich.

SpVgg. Erkenschwick -
SG Wattenscheid 09 5:0 (2:0)

SG 09: Fronczyk - Rathmann, Luvuezo (46. Kljajic), Melchner, Andersen - Lehmann (67. Brümmer), Zajas - Enzmann, Sarisoy (46. Koitka), Trisic - Ersoy

Tore: 1:0 Fricke (10.), 2:0, 3:0 Oerterer (21., 66.), 4:0 Batman (74.), 5:0 Westerhoff (78.)

Wer nach dem krachenden 0:5 (0:2) bei der SpVgg. Erkenschwick einen schwer niedergeschlagenen André Pawlak erwartet hatte, wurde enttäuscht. Zumindest öffentlich analysierte der Trainer des Oberligisten SG Wattenscheid 09 die Klatsche im Stimbergstadion kühl und sachlich. „Das ist wohl die höchste Niederlage, seit ich in Wattenscheid Trainer bin“, sagte Pawlak: „Ich mache deshalb aber kein Fass auf. Es gibt eben so Spiele, in denen nichts funktioniert. Wirklich gar nichts.“

Die Schwarz-Weißen sind gut beraten, sich schnell „zu schütteln“, wie Pawlak es umschreibt, und den Blick nach vorn zu richten. Schließlich ist Wattenscheid immer noch Erster, wenn auch mit arg auf die Pelle gerückten Verfolgern - und außerdem wartet übermorgen das Highlight-Spiel im Verbandspokal gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld.

Pawlak, der Kevin Brümmer auf der linken Außenbahn durch Milko Trisic ersetzt und Kevin Lehmann an Stelle von Ali Issa ins defensive Mittelfeld beordert hatte, musste einen denkbar schlechten Start seiner Mannschaft sehen. Das 0:1 durch Florian Fricke (10.) fiel unglücklich - eine abgefälschte Flanke neigte sich über Torwart Lukas Fronczyk ins 09-Gehäuse. Nur elf Minuten später erhöhte Stefan Oerterer nach einem Stellungsfehler in der Innenverteidigung auf 2:0. „Der Gegner hat das toll gemacht“, lobte Pawlak Erkenschwicker, die „enorm kampf- und laufstark“ auftraten.

Den exakten Gegenpol symbolisierte Wattenscheid: Kein Mut, eine ungewohnt zahnlose Körpersprache, unsicheres Passspiel. Alles fehlte, was sonst zum Grundrepertoire dieser selbstbewussten Mannschaft gehört. Pawlak: „Uns fehlte die Frische, körperlich wie geistig.“ Und so spielten sich die Gastgeber „in einen Rausch“, nutzten beim 4:0 einen kolossalen Fehlpass des sonst so starken Niklas Andersen (66.).

Vor rund 800 Zuschauern kreierte Wattenscheid nur eine einzige gefährliche Torchance, doch Trisics 18-Meter-Freistoß ging an die Latte (56.). Pawlak: „Erkenschwick hat uns dann überrollt.“

Felix Groß



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