0:3 im direkten Duell gegen Herbede: Höntrop verfällt in alte Muster

SV Höntrop -
SV Herbede 0:3 (0:1)

SVH: Akmanoglu - Schmidt, Jost, Sadin - Michael (46. Wojtakowski), Kurmali, Dahn, Zejewski - Hülsebusch, Bagci (46. Hupka), Rogalla

Tore: 0:1 Hain (12.), 0:2 Sisman (70.), 0:3 Dörken (80.)

Es war eines dieser Sechs-Punkte-Spiele gestern am Preins Feld. Mit einem Sieg gegen den SV Herbede hätte der SV Höntrop den direkten Konkurrenten auf acht Punkte distanzieren können, hat ihn nach dem bitteren und gleichsam verdienten 0:3 (0:1) nun aber mit nur zwei Punkten Vorsprung im Nacken hängen.

„Enttäuscht von der Art und Weise der Niederlage“ war dementsprechend auch der Höntroper Trainer Thomas Guder. Er sagte einerseits zwar recht klar, dass Herbede beileibe keinen herausragenden Fußball geboten habe. Dennoch seien die Wittener Gäste deutlich „cleverer und abgezockter“ gewesen: „Die haben auch mal ein Foul gezogen und Standards rausgeholt. Das haben wir nicht geschafft.“

Desweiteren gab es zwei Haupt-Kritikpunkte am Höntroper Spiel. Zum einen war die Chancenverwertung der Rot-Weißen mangelhaft: Christopher Schmidt (zweimal), Alexander Rogalla und Peter Zejewski scheiterten aus guter bis extrem aussichtsreicher Situation. Zum anderen waren die den Gegentoren vorausgegangenen individuellen Fehler einmal mehr folgenschwer. Beim 0:1 verteidigte Höntrop nicht energisch genug. Ein Herbeder musste nur den Fuß in einen abgefälschten Eckball halten. „Er hat den Ball noch nicht mal richtig getroffen“, so Guder: „Wir legen denen alle drei Gegentore auf.“ Vor dem 0:2 etwa verschätzte sich der erfahrene und sonst auch so sichere Michael Jost bei einem langen Ball.

Lange Bälle waren ja ohnehin das Mittel der Wahl bei den Herbedern. Nicht gerade schön, „aber“, sagte Guder, „dafür haben sie hinten gut gestanden.“ Und damit hatten sie Höntrop an diesem Nachmittag etwas Entscheidendes voraus.