3:1 im Derby: Beckumer Blackouts lassen TuS Langenholthausen jubeln
15.11.2009 | 20:51 Uhr 2009-11-15T20:51:00+0100
Langenholthausen. Am Ende war es ein standesgemäßer Erfolg des Favoriten, doch so richtig zufrieden war man im Lager des Fußball-A-Ligisten TuS Langenholthausen nicht.
Denn das Zustandekommen des 3:1 (0:0)-Erfolgs im Derby gegen den SuS Beckum war wenig überzeugend, aber zumindest effektiv.
„Wir haben gewonnen, das ist das Einzige, was letztlich zählt”, bilanzierte TuS-Spielertrainer Mario Droste. Auf der anderen Seite war Beckums Co-Trainer Oliver Freiburg enttäuscht: „Unsere Schwächen bei Standards haben den Ausschlag gegeben.”
Diese offenkundige Beckumer Schwäche fiel schon früh auf, so köpfte Oehms nach einer Lemke-Ecke aus drei Metern vorbei (14.). Als sieben Minuten später Bremkes nach Klüppels Freistoßflanke das gleiche Kunststück vollbrachte, schwante Mario Droste Böses. „Wir hätten die Partie da schon entscheiden können.” Stattdessen wurde der Gast mutiger, Gloddecks abgefälschte Flanke kratzte Sudhaus noch so eben 'raus (36.). Die anschließende Beckumer Ecke lenkte Oehms Richtung eigenes Tor, doch Zöller rettete auf der Linie. „In dieser Phase haben wir gut agiert”, lobte SuS-Trainer Jan Leonhard.
Im zweiten Durchgang schien dann alles nach Plan zu laufen, als Leonhard nach Baums Freistoß den Ball unglücklich ins eigene Tor bugsierte (53.). Da Kaiser anschließend frei vor Volmert den vorzeitigen Knockout verpasste, blieb Beckum im Spiel (58.). Zumal die TuS-Aktionen fortan mit immer mehr Fehlern behaftet waren. Durch fahriges Aufbauspiel (Zöller, Lemke) und viele leichte Defensivpatzer (Bremkes) machte sich der Ligaprimus das Leben schwer. Und dies sollte sich rächen. Denn bei Roys 20-Meter-Freistoß sah TuS-Keeper Sudhaus schlecht aus — 1:1 (79.).
„Danach haben wir um den Sieg gefightet”, lobte Mario Droste. Doch es musste ein weiterer SuS-Blackout her, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Nach Lemkes Freistoß schliefen in der Mitte alle Akteure bis auf Daniele Pometti, der aus kurzer Distanz traf (86.). „Da haben wir gepennt”, so Beckums Co-Trainer Oliver Freiburg. Kaisers Konter in der Schlussminute besiegelte dann den Sieg den Favoriten, der ob der Patzer der Konkurrenz sogar noch zum Gewinner des Spieltages wurde.
0mitdiskutieren