Wünnenberg: „Oberliga-Luft könnte dünn werden“
11.01.2012 | 18:29 Uhr 2012-01-11T18:29:00+0100
Langscheid.Ulli Wünnenberg ist Vorsitzender des Fußball-Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen. Die WAZ-Mediengruppe sprach mit dem SuS-Chef u.a. über Zugänge in der Winterpause, die Quali für die Oberliga und die Erneuerung der Kunstrasendecke.
Wird es in der Winterpause noch Verstärkungen für Langscheid geben? Andere Westfalenligisten haben ja mitunter kräftig aufgerüstet.
Ulli Wünnenberg: Wir haben das schon registriert. Wir wissen aber auch, dass diese Aktionen oft Panikmache sind. Es wird im Winter oft viel Geld verbrannt und Garantien für den kurzfristigen Erfolg gibt es nicht. Wir vertrauen auf unsere Spieler und deren Steigerungspotenzial. Nichtsdestotrotz stehen wir mit zwei Spielern in Kontakt. Wir wissen aber noch nicht, ob sich eine Zusammenarbeit realisieren lässt.
Haben auch bereits Gespräche mit den Spielern aus dem aktuellen Kader stattgefunden? Wer bleibt und wer geht?
Wünnenberg: Die Gespräche laufen und werden von Team-Manager Marc Bertelt geführt. Zwischenresultate geben wir nicht bekannt.
Ist der aktuelle Kader denn stark genug, um das von Trainer Bernd Löseke vor der Saison ausgegebene Saisonziel Oberliga-Qualifikation zu erreichen?
Wünnenberg: Wenn in einem kleinen Kader von 19 Spielern ständig Langzeitverletzte sind, wird es schwierig, angestrebte Ziele zu realisieren. Persönlich habe ich das Saisonziel Oberliga-Qualifikation nie genannt oder gehabt. Wozu unnötigen Eigendruck aufbauen? Mein Saisonziel ist weiter die Quali für die Westfalenliga. Ich will drin bleiben und das wird schwer genug.
Wie wichtig wäre eine Oberliga-Qualifikation?
Wünnenberg: Diese Quali wäre ein großer sportlicher Erfolg. Die Oberliga hat aber nicht nur Vorteile. Verbandsauflagen und etliche Verteuerungen sind nicht zu verachtende Gegenargumente. Für Langscheid als Luftkurort könnte die Luft in dieser Liga ganz schön dünn werden.
Zurzeit läuft noch die Hallensaison. Welchen Stellenwert haben die Turniere?
Wünnenberg: Hallenturniere sind ein guter Pausenfüller. Fußball ist aber ein Outdoorsport. Erfolge in der Halle sind kurzlebig und wirken sich meiner Meinung nach sportlich nicht sonderlich auf die Meisterschaftsrückrunde aus.
Im Sommer wird die Anlage im Sportpark eine neue Kunstrasendecke erhalten. Ist das richtig?
Wünnenberg: Ja. Unmittelbar nach Ablauf der Serie soll mit den Arbeiten am 4. Juni begonnen werden. Der neue Kunstrasen ist nötig. Der alte Belag hat nach 12 Jahren ausgedient.
Wie will der SuS Langscheid/Enkhausen das Projekt Kunstrasendecke stemmen?
Wünnenberg: Mit einer Kunstrasenaktion wollen wir in unserem Ort das sogenannte Wir-Gefühl fördern. Das Umfeld des Vereins, alle Mitglieder und Gönner sollen in einer Parzellenaktion symbolisch Anteile an der neuen Spielfläche erwerben. Dieses Projekt soll eine Aufbruchstimmung für die sportliche Zukunft des Vereins im Jugend- sowie im Seniorenbereich bewirken.

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