Vorsitzender Hengesbach wird zum Kreis-Koordinator

Die Führungskräfte des Tennis-Kreises Sauerland (von links): Ulrich Storm, Fabian Kerstholt, Martin Hengesbach, Andrea Brickwede, Jörg Hochdörffer und Christiane Pollmeier bei der Frühjahrsversammlung in Oeventrop.
Die Führungskräfte des Tennis-Kreises Sauerland (von links): Ulrich Storm, Fabian Kerstholt, Martin Hengesbach, Andrea Brickwede, Jörg Hochdörffer und Christiane Pollmeier bei der Frühjahrsversammlung in Oeventrop.
Foto: WP
Der Westfälische Tennis-Verband hat einen Strategiewechsel in Angriff genommen. Auch der Tennis-Kreis Sauerland spürt die Konsequenzen.

Arnsberg/Sauerland..  Der Termin für die Frühjahrsversammlung des Tennis-Kreises Sauerland ist in Stein gemeißelt. „Trotz aller künftigen Veränderungen im Verband halten wir daran fest“, machte Martin Hengesbach, „Chef“ des Tennis-Kreises Sauerland, deutlich. Eine erste Änderung durch den Strategiewechsel ist: Hengesbach übt nicht mehr die Funktion des Kreis-Vorsitzenden aus, sondern wird künftig als Kreis-Koordinator unterwegs sein. Die Korrekturen der Organisationsstruktur gehören zur „Vision 2020“, die der in Kamen ansässige Westfälische Tennis-Verband (WTV) schon im Rahmen seines jüngsten Verbandstages veröffentlicht hat.

Jörg Hochdörffer, Vorsitzender des Tennis-Bezirks Südwestfalen, erläuterte am Mittwochabend in den Räumen von „Heidis Art“ in Arnsberg-Oeventrop nochmals die wichtigsten Fakten. „Der WTV ist Unterstützer und Ansprechpartner der Vereine in allen Fragen“, führte Hochdörffer aus. Er sei, so Hochdörfer weiter, Impulsgeber und innovativer Entwickler. „Der WTV ist in der Lage, mit klar definierten Strukturen und Aufgaben Entscheidungen und Informationen besser weiterzutragen“, beschrieb Hochdörffer die Rahmenbedingungen. Am Ende solle es, so Hochdörffer weiter, zu einer Vereinheitlichung auf Kreis- und Bezirksebene hinsichtlich der Gebühren, Strukturen und Regelungen kommen. Der WTV steuere, so der Bezirks-Vorsitzende weiter, darüber hinaus alle Finanzen und verantworte diese auch. „Die Haftungsfrage auf Kreis- und Bezirksebene ist damit geklärt“, begrüßte Hochdörffer diesen Aspekt der Strukturreform.

Die anfängliche Skepsis über die „Vision 2020“ sei, so Hochdörffers Eindruck, inzwischen gewichen. „Jetzt haben die Vereine einen eindeutigen Ansprechpartner zu allen Fragestellungen“, beschrieb er die Vorteile der neuen Strategie und Struktur innerhalb des WTV. „Über allem steht die Geschäftsstelle“, nannte Hochdörffer die jetzt wichtigste Kontaktstelle.

Zudem sollen die neuen Strukturen für „eine Stärkung des Ehrensamtes auf den verschiedenen Ebenen“ sorgen. „Zahlreiche Koordinatoren können ohne verpflichtende Position benannt werden“, sagte Hochdörffer. Vor diesem Hintergrund ist auch der kalkulierte Rücktritt der amtierenden Vorstandsmitglieder zu sehen, die unmittelbar danach als Koordinatoren in ihren jeweiligen vertrauten Aufgabenbereichen offiziell schon wieder in Amt und Würden waren. „Das gilt für ein Jahr. Wir wollen keinen Druck aufbauen. Daher ist nicht gewählt, sondern die Vorschläge sind mit Handzeichen bestätigt worden“, skizzierte Hochdörffer den Ablauf. Die Führungsspitze des Tennis-Kreises Hochsauerland sieht nun wie folgt aus: Martin Hengesbach (Kreis-Koordinator), Andrea Brickwede, Christiane Pollmeier (beide Jugend-Koordinatorinnen), Ronald Hoffschulte, Fabian Kerstholt (beide Sport-Koordinatoren) und Ulrich Storm (Breitensport-Koordinator). „Ich bin super glücklich, dass es so gelaufen ist“, gestand Hochdörffer, der seinen Vortrag kurzweilig moderierte, nach den wichtigen Personalentscheidungen im Tennis-Kreis Sauerland.

Im Anschluss würdigte der Tennis-Kreis Sauerland besondere Leistungen aus dem Jahr 2014. Jana Hecking (16) vom TuS Bruchhausen ist als „Jugend-Spielerin des Jahres“ mit einem Pokal und einer Urkunde ausgezeichnet worden. Die Herren-50-Mannschaft des TC Meschede ist zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt worden. „Wir sind 2013 in die Südwestfalenliga aufgestiegen und haben 2014 den Durchmarsch in die Verbandsliga geschafft“, führte Meschedes Teamchef Klaus Burmann aus. Judith Sprenger (TC Neheim) ist für ihre besonderen Leistungen als Trainerin mit dem „Agnes Funke“-Pokal ausgezeichnet worden.

Bronzene WTV-Ehrennadel verliehen

Bernd Hömberg (TC Siedlinghausen), Ulrich Storm (Herdringer TC) und Herbert Zampich (Höinger SV) erhielten aus den Händen von Martin Hengesbach jeweils die Bronzene Ehrennadel des WTV.

„Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich wünsche viel Spaß und Erfolg in der Sommersaison 2015“, beendete Hengesbach nach rund 90 Minuten die Frühjahrsversammlung.