VfB Marsberg greift nach dem Meistertitel
21.05.2010 | 21:09 Uhr 2010-05-21T21:09:00+0200Sauerland. In der Fußball-Bezirksliga 5 kann über Pfingsten die Auf- und Abstiegsfrage geklärt werden.
Gewinnt der VfB Marsberg am Pfingstmontag beim SV Dorlar/Sellinghausen, ist dem Tabellenführer die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Der VfB Marsberg wäre dann erstmals seit 2004 wieder in der Landesliga vertreten. Marsberg hat eine bärenstarke Rückrunde (10 S. 2 U., 1 N.) gespielt und ist beim SV Dorlar/Sellinghausen, der noch um den Klassenerhalt kämpft, in der Favoritenrolle.
Im Tabellenkeller kann die Frage nach dem dritten Absteiger bereits am Pfingstsonntag beantwortet werden. Der Tabellendrittletzte SC Kückelheim/Salwey, der vier Punkte Rückstand auf den Viertletzten aus Dorlar hat, steigt ab, wenn die Mannschaft beim SV Oberschledorn verliert. Dorlar wird mit Spielern und Fans im Sportpark vor Ort sein. „Ich hoffe auf die Schützenhilfe von Oberschledorn. Ansonsten wird es hammerhart, denn wir spielen nach Marsberg noch gegen Müschede”, sagt Dorlars Trainer Roland Keggenhoff.
Platz vier im Visier
BC Eslohe - TuS Medebach (Sa., 16 Uhr). Der BC Eslohe liegt nur einen Punkt hinter GW Allagen und hat noch Platz vier im Visier. Absteiger Medebach hat zuletzt zweimal gewonnen. „Auch wenn wir bereits abgestiegen sind, werden wir uns so teuer wie möglich verkaufen. Die Aufgabe wird verdammt schwer, zumal auf Kunstrasen gespielt wird”, sagt Medebachs Trainer Lars Gerloff, der auf Neuß, Siebert, Köster und Hasenauer verzichten muss.
Klur weiter optimistisch
SV Oberschledorn - SC Kückelheim/Salwey (So., 15.30 Uhr Sportpark Rohwiese). Der SVO feiert Pfingsten sein Sportfest. „Für uns zählt nach wie vor die 40-Punkte-Marke. Die können wir mit den entsprechenden Ergebnissen gegen Kückelheim und Cobbenrode erreichen. Ich erwarte eine volle Bude. Da will man sich nicht blamieren”, sagt Trainer Martin Gerbracht. Nicht dabei ist Dennis Lefarth. Nicht mit spielen wird voraussichtlich auch Jan Pfänder.
Kückelheim muss punkten, ansonsten ist der Bezirksliga-Abstieg perfekt. Kückelheim hat in den drei bisherigen drei Vergleichen gegen den SVO noch kein Tor und auch keine Niederlage kassiert. „Ich sehe für uns eine reelle Chance. Wir brauchen aber auch eine große Portion Glück. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können”, sagt Interimscoach Andreas Klur.
Bender: „Alles geben”
SV Dorlar/Sellinghausen - VfB Marsberg (Mo., 15 Uhr in Dorlar). Im Hinspiel hatte Aufsteiger Dorlar bei der 1:4-Niederlage nicht den Hauch einer Chance. Roland Keggenhoff: „Marsberg ist nicht unsere Liga. Wir werden aber unsere kämpferischen Tugenden in die Waagschale werfen. Man hat letzten Sonntag gesehen, wie schwer sich Marsberg in Bestwig getan hat. Vielleicht gelingt uns mit einer guten Abwehrleistung und dem nötigen Glück ein Punkgtgewinn.” Fehlen wird nur Benedikt Schulte (Bänderirss).
VfB-Spielertrainer Paul Bender will um jeden Preis die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. „Dieser Spieltag ist der wichtigste, da wir hier den Meistertitel holen können. Dafür werden wir alles geben”, sagt Paul Bender und ergänzt: „Wir müssen zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen.”
Niglis lobt Nuhnetal
SV Brilon - FC Nuhnetal (Mo., 15 Uhr Jakobuslinde). Der FC Nuhnetal hat von den letzten acht Spielen nur in Marsberg verloren. Nuhnetal will die Saison als bester Aufsteiger beenden. Fehlen werden Torsten und Alexander Ante, Christian Winter sowie Fabian Brocke. „Wir werden auch mit den Personalproblemen fertig. Wir wollen unsere Erfolgsserie fortsetzen”, sagt Trainer Hans-Joachim Harbecke.
Voll des Lobes über den Gegner ist SVB-Coach Schorsch Niglis: „Nuhnetal hat als Aufsteiger eine perfekte Serie gespielt. Die gesamte Mannschaft funktioniert. Ich erwarte einen harten Kampf.” Für Tobias Koschka, der seine Verletzung auskurieren soll, ist die Saison beendet.
„Nicht blamieren”
TuS Velmede-Bestwig - RW Erlinghausen (Mo., 15 Uhr). Die Rot-Weißen wollen auf jeden Fall beim Absteiger drei Punkte mitnehmen. „In solchen Spielen kann man sich nur blamieren. Wir müssen uns clever anstellen und Geduld aufbringen”, sagt RWE-Coach Stephan Schröder.
Arpe ohne Jens Richter
TuS Müschede - FC Arpe/Wormbach (Mo., 15 Uhr). Beiden Teams hilft im Titelrennen nur ein Sieg und eine Niederlage des VfB Marsberg. Das Hinspiel gewann Arpe mit 2:1. „Unser Ziel bleibt Platz zwei. Alles andere liegt nicht mehr in unserer Hand”, sagt TuS-Trainer Marco Szczygiel. Verabschiedet werden Steffen Hoffmann und Freddy Quebbemann, dessen Einsatz fraglich ist. Michael Steinrücke fällt aus. Müschede ist für die neue Saison auf der Suche nach einem Stürmer fündig geworden. Szczygiel: „Den Namen können wir noch nicht nennen. Der Spieler will erst mit seinem Verein sprechen.”
„Beide Teams leben von ihrer guten Offensive. Ich erwarte ein spannendes Spiel”, sagt FC-Trainer Waldemar Patrzek. Fehlen werden Dominik Stöwer (Außenbandriss), Stefan Schulte und Andre Vogt. Jens Richter hat zwar wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, wird aber nicht zum Einsatz kommen.
Geburtstagsgeschenk
TuS GW Allagen - TuS Oeventrop (Mo., 15 Uhr). Der TuS Oeventrop will seinem Coach Lars Rathke, der am Donnerstag 49 Jahre alt geworden ist, ein nachtragliches Geschenk zum Geburtstag machen. Das Hinspiel gewann der TuS mit 2:0. „Wir werden mit einer Rumpfelf auflaufen. Wir werden die Mannschaft mit AH-und Reserve-Spielern ergänzen”, sagt Rathke. Fehlen werden u.a. Tim Spielmann, Fabian Mertens, Markus Kutnar, Patrick Oniefretti, Benni Hirnstein und Daniel Lottermoser. Rathke: „Mit einem Punkt wären wir zufrieden.”

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