Verabschiedet sich Trainer Arno Deimel vom FC Nuhnetal?

Verlässt Arno Deimel (rechts) den FC Nuhnetal?
Verlässt Arno Deimel (rechts) den FC Nuhnetal?
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der FC Nuhnetal steht nach dem FSV Werdohl II und SuS Langscheid/Enkhausen II als dritter Absteiger aus der Fußball-Bezirksliga 4 fest.

Hallenberg..  Die Sauerlandsportredaktion sprach mit Trainer Arno Deimel über die Gründe des Abstiegs und die Zukunft des Vereins.

Frage: In der vergangenen Serie war der FC Nuhnetal die beste Rückrundenmannschaft. Jetzt ist Nuhnetal die schlechteste Truppe nach der Winterpause. Wie ist das zu erklären?

Arno Deimel: Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind gute Spieler wie Torjäger Manuel Todt gegangen. Außerdem sind gleich mehrere Spieler verletzt ausgefallen. Wir konnten einfach nicht jeden Spieltag so viele Ausfälle kompensieren. Hätten die Jungs sich beim Training verletzt, würde ich mir Gedanken machen. Dem war aber nicht so. Die Mannschaft muss sich zudem den Vorwurf gefallen lassen, Punkte leichtfertig abgeschenkt zu haben. Hinzu kommt bei einigen Spielern eine gewisse Undiszipliniertheit. Wenn man betrachtet, wie viele Gelbe Karten, Gelb-Rote Karten oder Rote Karten wir bekommen haben, ist das nicht normal. Sehr oft haben wir die Karten durch Meckerei kassiert. Da müssen sich die Spieler einfach besser im Griff haben.

Nach 16 Spielen hatte der FC Nuhnetal 19 Punkte auf dem Konto. Anschließend hat die Mannschaft aus 13 Partien nur noch einen Punkt geholt. Worauf ist die Negativserie zurückzuführen?

Ich musste in der Rückrunde jeden Spieltag eine andere Mannschaft auf den Platz schicken. Wir hatten teilweise bis zu zwölf Ausfälle. Da bekommt auch jede andere Mannschaft Probleme. Spieler wie die Winter-Zwillinge kann man nicht so einfach ersetzen. So musste ich immer wieder Spieler aus der zweiten Mannschaft und den U19-Junioren einsetzen. Die Jungs sind ins kalte Wasser geworfen worden. Sie haben sich aber richitg bemüht, obwohl das mit der neuen Spielklasse nicht leicht war.

Hinter dem FSV Werdohl II hat der FC Nuhnetal nicht nur die schlechteste Abwehr, sondern auch den zweitschlechtesten Angriff. Woran liegt das?

Bei der Mannschaft gab es sehr oft den Hang zur Selbstaufgabe, nachdem sie in Rückstand geraten ist. Anstatt richtig Gas zu geben, sind bei einigen die Köpfe nach unten gegangen und nichts ging mehr. Im Angriff hatten wir nach dem Abgang von Manuel Todt von Anfang an Probleme. Wir hatten einfach keinen gelernten Mittelstürmer.

Was passiert jetzt nach dem Abstieg beim FC Nuhnetal?

Was soll passieren? Der Abstieg ist kein Beinbruch. Wir sprechen hier nicht vom Weltuntergang, sondern vom Abstieg in die A-Kreisliga. Und der war, wenn wir ehrlich sind, irgendwo auch seit einiger Zeit abzusehen. Man muss sich jetzt in der A-Liga neu sortieren. Man muss eine vernünftige Truppe, die zusammen hält und wieder Spaß am Fußball hat, auf die Beine stellen.

Welche Spieler verlassen am Saisonende den Verein und bleiben Sie Trainer des FC Nuhnetal?

Lukas Guntermann hat ein Angebot vom FC Ederbergland angenommen. Samir Shala hat uns bereits in der zur Winterpause mitgeteilt, dass er ebenfalls zum FC Ederbergland wechseln wird. Ob ich Trainer des FC Nuhnetal bleibe, ist erst einmal mal nicht so wichtig. Das wird sich demnächst entscheiden. Es kann aber gut sein, dass ich mir eine Auszeit nehme, da die zurückliegende Zeit doch stark an die Substanz gegangen ist. Vor allem das letzte halbe Jahr hat mächtig an den Nerven gezerrt. Auf der anderen Seite ist mir die Mannschaft, auch wenn sie teilweise sehr schwierig ist, ans Herz gewachsen.