„Unser Turnier ist gefährdet“

Meschede..  Er ist „Mister Veltins-Hallen-Masters“. Jochen Kriebel aus Meschede ist seit 19 Jahren für das Teilnehmerfeld und die Organisation des Hallenfußballturniers in der Dünnefeldhalle zuständig. Die Sauerlandsportredaktion sprach mit dem 71-jährigen Jochen Kriebel vor dem Start der 19. Auflage am Samstag, 10. Januar, unter anderem über die neuen Futsal-Regeln und die Zukunft des Turniers.

Frage: In der Halle soll ab dem kommenden Jahr nach Futsal-Regeln und mit einem Futsal-Ball gespielt werden. Was halten Sie davon?

Jochen Kriebel: Ich habe nichts gegen Futsal. Aber Futsal ist Futsal und Hallenfußball ist Hallenfußball. Eine Mischung halte ich für keine intelligente Lösung.

Ab dem kommenden Jahr wird dann auch beim Veltins-Hallen-Masters unter anderem ohne Bande und mit Futsal-Ball gespielt. Was bedeutet das für das Turnier?

Unser Turnier ist gefährdet. Die Teams aus den Regionalligen oder dem Ausland, die bislang hier an den Start gehen, werden dann nicht mehr kommen und das wäre sehr schade. Schließlich findet hier kein Rumpelturnier statt. Unser Turnier ist mittlerweile in ganz Deutschland bekannt.

In diesem Jahr fehlen Mannschaften wie Schalke 04 II oder Borussia Dortmund II. Warum?

Weil es auf der Hin- und Rückfahrt mit den Anhängern immer wieder zu Auseinandersetzungen gekommen ist.

Wird die Halle am Samstag auch ohne Fans von Schalke oder dem BVB voll sein?

Der Vorverkauf ist gut gelaufen. Wir haben 630 Sitzplätze. Wenn die am Samstag alle besetzt sind, dann wären wir zufrieden. Und davon gehe ich fest aus.

Wie schätzen Sie die Chancen der HSK-Auswahl ein?

Gut. Die Mischung stimmt. Heiko Hofmann hat einen sehr guten Kader zusammengestellt.

Haben Sie außer Fußball noch andere Hobbys?

Natürlich. Ganz oben steht die Familie. Außerdem bin ich im Lions Club engagiert und dann fahre ich gerne Ski. Im Februar werden meine Frau und ich wieder eine Ski-Safari machen. In diesem Jahr geht es u.a. nach Davos und St. Moritz.