Tim Brand aus Sundern geht für GWD Minden auf Torejagd

Auf geht’s: Der aus Sundern stammende Tim Brand klatscht beim Betreten der Halle mit Oliver Asweh, Co-Trainer des DHB, ab.
Auf geht’s: Der aus Sundern stammende Tim Brand klatscht beim Betreten der Halle mit Oliver Asweh, Co-Trainer des DHB, ab.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Tim Brand, der sich beim HV Sundern das handballerische Rüstzeug angeeignet hat, erhielt jetzt eine Einladung zum Stützpunkttraining des DHB.

Sundern/Minden..  Aus dem Sauerland nach Ostwestfalen. Das ist die Tour, die Tim Brand für seine Handball-Karriere auf sich genommen hat. Der 16-Jährige, der sich beim HV Sundern das handballerische Rüstzeug angeeignet hat, erhielt jetzt eine Einladung zum Stützpunkttraining des Deutschen Handball-Bundes (DHB).

Dass die Maßnahme in Minden stattfindet, ist kein Handicap. Bis zum Sommer 2014 hat das Talent noch in Sundern gewohnt. Danach erfolgte der räumliche Wechsel in die ostwestfälische Handball-Hochburg. Tim Brand besucht in Minden das Sport-Gymnasium und hat in einer Handball-WG ein zweites Zuhause gefunden. Der Nachwuchshandballer stammt aus einem sportlichen Elternhaus. Seine Mutter Karen zählte zu Zeiten von Michael Groß zu den deutschen Top-Schwimmerinnen. Sein Vater Thomas war Wasserballer in Hagen und Hohenlimburg.

Talente aus dem Sauerland

Das DHB-Stützpunkttraining steht unter der Leitung von Christian Schwarzer. Der ehemalige Weltklasse-Kreisläufer und Weltmeister von 2007 ist mittlerweile für den DHB als Jugendkoordinator im Einsatz. Schwarzer kennt die Talente aus dem Sauerland. Unter anderem traf er vor wenigen Wochen Thara Sieg, 13-jährige Torhüterin des TV Arnsberg, beim Trainings-Camp des DHB in Stuttgart. Auch verfolgte Schwarzer jüngst die Spiele des Sauerland-Cups in Menden. Es ist das größte und bestbesetzte Jugend-Handball-Turnier in Deutschland.

Langwierige Rückenverletzung

„Der DHB-Stützpunkt in Minden ist eine Trainingsstätte, in der ein Pool von talentierten Spielern geschult wird“, erläuterte Thomas Brand. Daraus werde, so Thomas Brand weiter, der Kader der Jugend-Nationalmannschaft zusammengestellt. Aber auch die Spieler, die zum erweiterten Kader gehören, nehmen an der Trainingsmaßnahme teil.

Für Tim Brand, der lange an einer Rückenverletzung laboriert hat und pausieren musste, ist die Nominierung eine Bestätigung für seine jüngsten zurückliegenden Leistungen im Nachwuchsteam des Handball-Bundesligisten. Der 1,85 Meter große Rückraumspieler, der auch auf der linken Außenposition eingesetzt werden kann, rangiert mit seiner Vereins-Mannschaft, GWD Minden, derzeit verlustpunktfrei in der B-Jugend-Oberliga auf Platz eins. Am bevorstehenden Wochenende tritt sie beim Tabellenzweiten TBV Lemgo an. Ein ewig junger Vergleich. „Hier fällt voraussichtlich eine Vorentscheidung um die Westfalenmeisterschaft“, blicken die Brands gespannt auf den Ausgang.