Talent Kevin Hilgenhövel steuert einen Peugeot 207 Sport

Neue Herausforderung: Der 15-jährige Kevin Hilgenhövel aus Heinrichsthal hat sich vom Kartsport verabschiedet und sitzt künftig in einem Tourensportwagen von ETH Tuning. Die erste Sitzprobe im neuen Gefährt hat ihm sichtlich Spaß gemacht.
Neue Herausforderung: Der 15-jährige Kevin Hilgenhövel aus Heinrichsthal hat sich vom Kartsport verabschiedet und sitzt künftig in einem Tourensportwagen von ETH Tuning. Die erste Sitzprobe im neuen Gefährt hat ihm sichtlich Spaß gemacht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Kevin Hilgenhövel aus Heinrichsthal hat eine neue Herausforderung gefunden und fährt jetzt mit einem Peugeot 207 Sport von ETH Tuning.

Meschede..  Der erste Platz im Rookie-Cup 2015 scheint fest vergeben zu sein. Der 15-jährige Kevin Hilgenhövel, der aus Heinrichsthal stammt und in Brilon die Gesamtschule besucht, tritt in der Division 2 in einem Peugeot 207 Sport von ETH Tuning an. Der zweimalige Juniorenmeister der „Deutschen ADAC Kart“-Challenge (KF3) sucht im Tourenwagensport neue Herausforderungen und hat in seiner ersten Saison davon gleich mehrere zu meistern.

Für junge Motorsportler, die den Kartsport hinter sich lassen und im Rundstreckensport Fuß fassen wollen, ergeben sich auf den ersten Blick viele Möglichkeiten. So war es auch bei Kevin Hilgenhövel. Der 15-Jährige testete bereits in der Formel Renault 1.6, der Formel ADAC und der Formel 4.

Nach einer Reihe von Gesprächen stand dann das erfahrene Tourenwagenteam rund um Guido Thierfelder (ETH Tuning) im Fokus des Interesses. „Ich sah für mich selbst im Kartsport kein Weiterkommen mehr. Schön war es, einen Abstecher in den Formelsport zu machen, da ich auch Angebote mehrerer Teams hatte, aber dort geht es aus unserer Sicht nur ums Geld und nicht um Talent. Einen Tourenwagen zu fahren, war immer unser Ziel. Das wollen wir jetzt ebenfalls auf sehr hohem Niveau und mit dem dazugehörigen Spaß genießen. Dank der Sonderkonditionen für junge Fahrer in der Deutschen Tourenwagen Challenge und den Bemühungen meines Vaters haben wir mit ETH Tuning ein tolles Paket für die gesamte Saison 2015 schnüren können“, erklärte Hilgenhövel im Interview mit ADAC-Procar.

Top Five ist das Ziel

Als derzeit jüngster Fahrer will es das Talent aus Meschede auch mit den erfahreneren Piloten aufnehmen. „Ich weiß, dass ich viel aufzuholen habe, um den Erfahrungsnachteil auszugleichen. Dafür versuche ich, vor allem körperlich mindestens auf einem ähnlichen Level fit zu sein. Im Moment versuche ich mein Trainingsprogramm zu steigern. Nur wer körperlich fit ist, kann auch schnell sein und ich war bisher immer schnell“, sagte der fußballbegeisterte 15-Jährige.

Mit dem Ziel der Top 5 vor den Augen lässt sich Hilgenhövel auch von Rückschlägen vor der Saison nicht abhalten. Aufgrund der Altersbestimmungen für die Internationale Fahrerlizenz darf er im April zum Saisonauftakt der DTC 2015 in Oschersleben nicht teilnehmen, da er erst am 12. Mai seinen 16. Geburtstag feiern wird. „Das ärgert mich schon sehr, da ich immer für Chancengleichheit bin, um auf der Strecke fair zu gewinnen und nicht am Grünen Tisch, aber so kann ich meine Gegner schon einmal analysieren und dann in Zolder angreifen“, bleibt Hilgenhövel gelassen. In Oschersleben wird Kevin Hilgenhövel mit seinem Vater Dirk dennoch vor Ort sein. „Kevin darf zwar nicht fahren, aber es steht ein Pressetermin auf dem Programm“, fügte Dirk Holgenhövel an.

Die vielen neuen Strecken sind für Hilgenhövel jun. indes kein Problem. Sich auf neue Strecken einzustellen und sich schnell daran zu gewöhnen, das kennt Hilgenhövel aus seiner Kartzeit und hatte bisher nie ein Problem damit. „Ich sehe es als Herausforderung und als eine große Chance. Nicht viele junge Piloten haben die Möglichkeit, das zu erleben, was ich 2015 erleben werde. Daher freue ich mich sehr auf alles, was auf mich zu kommt und werde jeden Moment mein bestes geben“, führte Kevin Hilgenhövel aus. Bei aller Euphorie bleibt Dirk Hilgenhövel Realist und hat die Kosten stets im Blick. Eine Kart-Saison habe, so Vater Hilgenhövel, rund 80 000 Euro gekostet. „Jetzt denken wir von Jahr zu Jahr“, sagte er abschließend.