„Sundern ist Vorbild bei Integration“

Die Amecker Gardekids erfreuten die Anwesenden.
Die Amecker Gardekids erfreuten die Anwesenden.
Foto: WP

Amecke.  . Der Jahresempfang der Stadt Sundern fand in diesem Jahr in der Amecker Schützenhalle statt. Claudia Hachenei, Vorsitzende des Fachausschusses Bildung und Familie, eröffnete den Em­pfang und begrüßte besonders Landrat Dr. Karl Schneider, den Ehrenbürger der Stadt Sundern Ferdinand Tillmann, und den früheren Bürgermeister Friedhelm Wolf. Sie lobte in ihrer Rede, bei der es um das Thema des Jahresempfangs „Heimat und Geschichte“ ging, den Zusammenhalt im Ort Amecke.

Ortsvorsteherin Monika Krick ging auf die neuere Geschichte Ameckes ein. Vor zehn Jahren begann der Umbau des Sorpesee-Ufers mit einer Ideensammlung. Heute steht dieses Konzept kurz vor der Vollendung. „Wir sind stolz, eine solche Attraktion bekommen zu haben“, betonte sie.

Landrat Dr. Karl Schneider lobte die Promenade ebenfalls – sowie „die Durchsetzungskraft der Stadt, die sich in der Umsetzung nicht beirren ließ“. Sundern bezeichnete er als den Motor für eine positive Entwicklung in der Region. „Hier in Sundern gibt es keine Jammerkultur, hier wird angefasst. Ich habe großes Vertrauen in die Menschen in dieser Region“, betonte er.

Der Vorsitzende des Sauerländer Heimatbundes, Elmar Reuter, ging auf die Geschichte Ameckes ein. „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben kann man es nur vorwärts!“ meinte er.

Im Anschluss traten die Amecker Gardekids auf die Bühne und erfreuten die Zuschauer mit dem Gardetanz 2015. Der MV Amecke sorgte für die Musik.

Bürgermeister Detlef Lins dankte in seiner Rede allen, die beim Projekt am Amecker Vorbecken aktiv geholfen haben. Die offizielle Eröffnung soll im Mai stattfinden.

Zur Sunderner Haushaltslage konnte er ebenfalls erfreuliche Nachrichten bekannt geben. „Während wir für 2013 keine Schlüsselzuweisungen vom Land erhalten hatten, flossen 2014 rund 2,8 Mio. Euro.“ Allerdings würden diese Schlüsselzuweisungen 2015 deutlich geringer ausfallen. Die Einhaltung der vorgegebenen maximalen Defizite im Haushaltssicherungskonzept für 2015 sei auch darum fast unmöglich. Unter anderem wegen steigender Ausgaben für die Flüchtlinge aus aller Welt.

Keine Pegida-Diskussionen

Eine Diskussion wie in Dresden um die Gruppe „Pegida“ kennt Lins in Sundern nicht und lehnt derartige „dumpfen Parolen“ rigoros ab. Er betonte: „Ich möchte ausdrücklich nicht, dass das Thema Flüchtlinge vorrangig monetär betrachtet wird. Zu uns kommen teils schwer traumatisierte Menschen, die unsere Hilfe brauchen!“ Die in Sundern beheimateten Migranten und viele Ehrenamtliche würden sich intensiv um die 180 in Sundern lebenden Flüchtlinge kümmern.

Zurzeit reiche das Angebot am privaten Wohnungsmarkt um sie unter zu bringen.

Wenn sich dieses verändere, stehe der Ausbau der Dietrich Bonhoeffer-Schule an. „Ich bin stolz auf unsere Stadt, wenn ich sehe, wie hier mit dem Thema Flüchtlinge und Integration umgegangen wird“, lobte er den Einsatz der Sunderner Bürger. Dieses Thema fand in der Zuhörerschaft großen Anklang und wurde immer wieder mit Beifall bedacht.