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Fußball-Bezirksliga 4

Stimmen zum 8. Spieltag der Bezirksliga 4

08.10.2012 | 18:51 Uhr
Stimmen zum 8. Spieltag der Bezirksliga 4
Kopfballduell im Röhrtalstadion: Auch in dieser Szene blieb der TuS Sundern gegen FC Nuhnetal Sieger.

Sauerland. Im Röhrtalstadion schien die Sonne und die Fußballer des Bezirksligisten TuS Sundern lachten mit ihr um die Wette. Der 7:0-Erfolg gegen den FC Nuhnetal setzte allen voran Trainer Heiko Hofmann in Euphorie. „Mit so einer Leistung sind wir in der Lage, ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzureden“, sagte Hofmann.

Sundern verbesserte sich auf Platz zwei. „Unser Matchplan ist gegen Nuhnetal voll aufgegangen“, sagte Hofmann. „Wir haben Todt und Winter komplett abgemeldet. In acht Spielen haben wir nicht einmal eine schlechte Leistung gezeigt. Das gibt Vertrauen für die nächsten Aufgaben.“

Traurig war Manuel Todt. Der Torjäger des FC Nuhnetal bestritt in Sundern seine 100. Bezirksliga-Partie in Folge, die ihm lange in Erinnerung bleiben wird. Ohne Sascha Shala und Niklaas Westermann waren die Gäste aus dem Stadtgebiet Hallenberg überfordert. „Sundern zählt für mich zum engen Favoritenkreis auf die Meisterschaft, aber wir hätten uns trotzdem nicht so abschlachten lassen dürfen“, sagte FC-Trainer Günter Guntermann. „Wir haben im Kollektiv eine desolate Vorstellung gezeigt. Negativer Höhepunkt war der Platzverweis von Lukas Guntermann.“ Er sah die rote Karte.

Brilon legt Schüppe drauf

Keine Platzverweise gab es in der Partie Brilon gegen Al­lagen (3:1). Brilon feierte gegen einen unbequemen Gegner den vierten Heimsieg der Saison und ist neuer Tabellenführer. Trainer „Schorsch“ Niglis: „Wenn man oben steht, will man auch oben bleiben. Aber es sind erst acht von 34 Spieltagen absolviert. Da ist noch viel möglich.“ Niglis lobte seine Mannschaft für eine gute zweite Halbzeit, in der Brilon aus einem 0:1 ein 3:1 machte. „Nach der Pause haben alle eine Schüppe draufgelegt. Das war Fußball, wie ich ihn mir vorstelle. Wir haben blendend kombiniert.“ Ein glückliches Händchen bewies Niglis mit der Einwechselung von Burhan Kaya, der Struktur ins Briloner Spiel brachte. Gute Noten verdienten sich auch Lukas Brandenburg auf der Sechserposition, Patrick Rummel in der Innenverteidigung und Marco Viethe im Angriff.

Hüsten trägt zur Hektik bei

Druckvoll agierte auch der SV Schmallenberg/Fredeburg beim 1:1 gegen den SV Hüsten 09. „Hüsten hatte in den ersten 45 Minuten überhaupt keine Chance“, sagte SV-Coach Fabian Göddeke. „Es ist schade, dass Hüstens Markus Bednarek jetzt wegen einer lächerlichen Roten Karte gesperrt wird.“ Hüstens Coach Torsten Garbe ergänzte: „Wir haben mit unnötigen Fouls zur Hektik beigetragen. Der unsichere Schiedsrichter hat immer sofort mit gelben Karten reagiert. Den Punktverlust haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Bigge lässt die Köpfe hängen

Eine 2:8-Packung nahm der Aufsteiger TSV Bigge-Olsberg bei RW Lennestadt/Grevenbrück hin. „Das Ergebnis sagt alles über den Auftritt meiner Mannschaft aus“, erklärte ein völlig enttäuschter Trainer Christoph Brieden und ergänzte: „Wir bekommen nach einem Rückstand nicht die Kurve. Die Spieler lassen dann sofort die Köpfe hängen und ergeben sich ihrem Schicksal. So darf man sich als Mannschaft nicht präsentieren. Auch wenn mit Marc Herkarth ein ganz wichtiger Spieler gefehlt hat.“

Fußballobmann David Henkel von RW Lennestadt-Grevenbrück sagte: „Bei allem Respekt vor dem Gegner, aber das war nicht bezirksligatauglich. Das Ergebnis ist noch zu niedrig ausgefallen.“

Marsberg verliert den Faden

Die dritte Auswärtsniederlage steckte der VfB Marsberg beim 0:4 in Warstein ein. Bei Spielertrainer Paul Bender saß die Enttäuschung tief. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt. Das war die bisher beste Leistung, die ich von der Mannschaft in dieser Saison gesehen habe. Es ist dann unerklärlich, wie wir das Spiel nach der Pause aus der Hand gegeben haben.“ Der SV Oberschledorn unterlag mit 0:3 beim FC Kirchhundem. „Wir wussten, wie der Gegner zu Werke geht. Da hätten wir eine viel robustere Spielweise an den Tag legen müssen. Wir hatten nur eine ernsthafte Torchance, das ist einfach zu wenig“, sagte SVO-Trainer Martin Gerbracht.

Müschede nicht zwingend

Wenig Torchancen hatte auch Schlusslicht TuS Müschede beim 0:2 gegen VfL Bad Berleburg. „Wir hatten 60 bis 70 Prozent Ballbesitz, sind aber nicht zwingend genug. Außerdem passieren im Aufbauspiel immer noch zu viele leichte Fehler. Gegen diesen Gegner war mehr möglich“, sagte TuS-Trainer Günter Jochheim nach der siebten Niederlage im achten Saisonspiel.

Enttäuscht war auch Wolfgang Schade, Trainer des Vorletzten TuS Valmetal, nach der 1:4-Niederlage bei den Sportfreunden Birkelbach. Schade: „Wir haben uns wieder einmal nicht belohnt. Mit dem ersten Schuss auf unser Tor sind wir in Rückstand geraten. Wenn man die Möglichkeiten nicht nutzt, kann man auch kein Spiel gewinnen.“

Torschützenliste der Fußball-Bezirksliga 4

10 Tore: Marco Entrup (+2, RW Lennestadt-Grevenbrück);

8 Tore: Manuel Todt (FC Nuhnetal);

7 Tore: Matthias Bigge (+2, TuS Warstein), Sven Schneider (SV Oberschledorn);

6 Tore: Pascal Curcio (+3, TuS Sundern), Bajrush Azemi (+2, RW Lennestadt-Grevenbrück), Chris Schelle (+1, TSV Bigge-Olsberg), Daniel Spies (+1, VfL Bad Berleburg), Chedli Melki (+1, SV Hüsten 09);

5 Tore: Daniele Pometti (+1, TuS Sundern), Philipp Bilinski (+2, TuS Sundern), Ömer Akgüvercin (+1, SV Brilon), Christian Winter (FC Nuhnetal), Alex Schemp (VfB Marsberg), Fisnik Lekaj (SV Schmallenberg/Fr.), Georg Voß (SV Hüsten 09).

Sauerlandsport



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