Stimmen zum 4. Spieltag der Bezirksliga 4
10.09.2012 | 17:52 Uhr 2012-09-10T17:52:00+0200
Sauerland. In der Fußball-Bezirksliga 4 sind vier Spieltage absolviert. „Es deutet sich eine Zweiteilung der Liga an“, sagt Daniele Murgo, Spielertrainer vom Aufsteiger TuRa Freienohl. „Die Hälfte aller Vereine wird wohl gegen den Abstieg spielen.“
Vier Siege feierten bislang Hüsten und Brilon, die verlustpunktfrei die Tabelle anführen. Schlusslicht ist der TuS Müschede mit vier Niederlagen.
„Wir stecken jetzt nicht den Kopf in den Sand und arbeiten ruhig weiter“, sagte Trainer Günter Jochheim vom TuS Müschede nach dem 2:4 im Kreisderby gegen den SV Hüsten 09. Sein Team zeigte Moral und verkürzte einen 0:3-Rückstand zum zwischenzeitlichen 2:3. „Wir dürfen eine 3:0-Führung nicht so leicht herschenken“, erklärte 09-Keeper Sascha Zelder. Eugenio Madeo ergänzte: „Jetzt genießen wir erst einmal den Derbysieg und ab Dienstag geht es wieder mit Vollgas zur Sache.“
Flock ein guter Schachzug
Vollgas-Fußball hat auch der SV Brilon über weite Strecken der Partie beim 1:0-Sieg im Topspiel gegen den TuS Sundern gezeigt. „Mit der Einwechslung von Alexander Flock haben wir den entscheidenden Schachzug gesetzt“, sagte SVB-Trainer „Schorsch“ Niglis. „Meine Jungs haben gegen einen starken Gegner bis zur letzten Patrone gekämpft. Ich hätte auch mit einem Punkt leben können.“ Beim SV Brilon überzeugte vor allem die Viererkette mit Patrick Rummel, Sebastian Ramspott, Michael Arndt und Kjiell Engels.
Beim TuS Sundern hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. „Wir haben Ball und Gegner laufen lassen“, sagte Trainer Heiko Hofmann und ergänzte: „Ärgerlich ist, dass wir vor dem 0:1 unsere Riesenchance nicht genutzt haben. Da mache ich Philipp Bilinski aber überhaupt keinen Vorwurf. Fußball ist manchmal nicht gerecht.“ Hofmann lobte Philipp Slawig in der Viererkette und Orcun Akipinar auf der Sechserposition.
Die besten Spieler beim 3:1-Sieg des VfB Marsberg gegen den TSV Bigge-Olsberg waren Alexander Schemp, der ein Tor erzielte und einen Treffer vorbereitete, sowie Kevin Kraemer. „Im Abschluss fehlt uns aber noch der letzte Tick“, erklärte Marsbergs Spielertrainer Paul Bender. Der VfB trägt am Wochenende zwei Spiele binnen 45 Stunden aus. Am Freitag, 14. September, steht die Kreispokalpartie gegen den SV Brilon im Diemelstadion an. Am Sonntag, 16. September, ist Marsberg in Bad Berleburg zu Gast. Bender: „Ich werde mir noch überlegen, ob ich den Fokus mehr auf den Pokal oder auf die Meisterschaft lege.“
Olsberg bricht ein
Beim TSV Bigge-Olsberg stand Spielertrainer Christoph Brieden auf dem Platz, weil mit Lennart Pletziger, Ralph Westhelle, Seffe Yavuz, Markus Becker, Felix Kneer und Eric Lira Muntowski zahlreiche Stammkräfte ausgefallen waren. „Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten noch gut aus der Affäre gezogen, aber wieder Lehrgeld bezahlt. Bei den Gegentoren haben wir kräftig mitgeholfen und nach der Pause sind wir eingebrochen“, sagte Brieden.
Auch der SV Oberschledorn konnte nach der Pause beim 1:1 in Freienohl nicht mehr zulegen. „Die erste Halbzeit war noch okay, aber dann kam nichts mehr von meiner Mannschaft“, sagte SVO-Coach Martin Gerbracht. „Freienohl hat uns teilweise eingeschnürt. Vor allem unser Mittelfeld war mausetot und läuferisch total unterlegen. Am Ende müssen wir mit dem Remis leben.“ TuRa-Spielertrainer Daniele Murgo war enttäuscht. „Mit vier Punkten aus vier Spielen liegen wir einen Tick hinter den Erwartungen zurück.“
Göddeke: Harte Woche
Das gilt auch für den FC Nuhnetal, der ebenfalls erst vier Zähler geholt und beim 2:3 gegen den FC Kirchhundem den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verpasst hat. „Kirchhundem war bislang der stärkste Aufsteiger, gegen den wir gespielt haben. Unser Zweikampfverhalten ist stark verbesserungswürdig. Bei den Gegentoren schauen wir nur zu, anstatt richtig einzugreifen“, sagte FC-Trainer Günter Guntermann.
Der SV Schmallenberg/Fredeburg gab beim 4:3-Sieg gegen Birkelbach fast noch eine 3:0-Führung aus der Hand. Trainer Fabian Göddeke: „Was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, war katastrophal. Die Jungs erwartet eine harte Trainingswoche.“ Birkelbachs Coach Rolf Dickel ergänzte: „Nach der schlechten ersten Halbzeit hätten wir am Ende sogar einen Punkt verdient gehabt.“
Valmetal zahlt Lehrgeld
Für einen Punkt kam der Aufsteiger TuS Valmetal beim 5:7 in Grevenbrück nicht infrage. Schon zur Pause lag das Team von Trainer Wolfgang Schade mit 2:6 zurück. Schade: „Wir haben Lehrgeld bezahlt. Wir müssen die Partie ganz schnell abhaken.“ Das gilt auch für den FC Arpe/Wormbach nach nur einen Punkt aus vier Spielen und dem 0:3 in Bad Berleburg: „Diese Niederlage werden wir aufarbeiten. Laufbereitschaft, Willen und Aggressivität haben gefehlt“, sagte Arpes Trainer Sebastian Korte.
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