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Leichtathletik

Stienens Traum ist die WM-Norm

19.02.2010 | 17:36 Uhr
Stienens Traum ist die WM-Norm

Sauerland. Benedikt Stienen ist Schüler des Benediktiner-Gymnasiums in Meschede und war im Jahr 2009 jahrgangsbester deutscher Diskuswerfer. Der 18-Jährige ist eines der größten Leichtathletik-Talente des LAC Veltins Hochsauerland.

Der 1,97 Meter große Athlet vom SSV Meschede wird seit zehn Jahren von Reiner Geinitz trainiert. Stienen ging zu Beginn der Saison erstmals als A-Jugendlicher an den Start. Bei der Westfälischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaft glänzte er mit Platz zwei im Kugelstoßen (16,57 m) sowie Platz drei im Diskuswurf (49,77 m).

Frage: Ist der Übergang von der B- in die A-Jugend gelungen?

Benedikt Stienen: Der Einstieg war vielversprechend. Von meinem Ergebnis mit der Kugel bin ich überrascht, da ich das Kugelstoßen nur nebenbei betreibe. Aufgrund der schlechten Witterung konnte ich den ganzen Winter nicht draußen mit dem Diskus trainieren, so dass mir einige Würfe fehlen. Daher waren die knapp 50 Meter bei der Westfälischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaft sehr gut.

Frage: Im A-Jugend-Bereich ist die Kugel ein Kilogramm schwerer als in der B-Jugend und der Diskus wiegt 1,75 kg. Gab es technische Probleme bei der Umstellung?

Benedikt Stienen: Eigentlich nicht. Natürlich merkt man den Unterschied, aber man gewöhnt sich schnell daran. Weil ich durch das Wintertraining kräftiger werde, erscheint das Gewicht nicht mehr so schwer wie noch im Sommer.

Frage: Was sind die sportlichen Ziele in den nächsten Jahren?

Benedikt Stienen: Mein Ziel für die kommende Saison sind 58 Meter. Die Weite bedeutet die WM-Norm für die Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Moncton. Das ist zwar ein ambitioniertes Vorhaben, doch es ist möglich, wenn die Wettkämpfe im Frühjahr optimal laufen. Mit dem 2 kg schweren Diskus möchte ich in der deutschen Spitze eine gute Rolle spielen.

Frage: Wie sieht der aktuelle Trainingsplan aus?

Benedikt Stienen: Momentan trainiere ich sieben Mal in der Woche. Es steht viel Kraft-, Stabilisations- und Techniktraining auf dem Programm. Ich mache allerdings dieses Jahr mein Abitur und muss sehen, ob ich dieses Pensum weiter aufrecht erhalten kann oder das Training ein wenig zurückschrauben muss.

Frage: Wie ist das sportliche Umfeld im LAC Hochsauerland?

Benedikt Stienen: Das sportliche Umfeld ist sehr gut. Wichtig ist für mich natürlich mein Trainer Reiner Geinitz. Ohne Reiner hätte ich nichts von dem erreichen können, was ich bis jetzt geschafft habe. Er ist ein absoluter Fachmann und bringt viel Zeit für mich mit. So eine umfassende Betreuung findet man selten. Auch die finanzielle Unterstützung des LAC unter anderem bei Trainingslagern macht vieles leichter. Das einzige kleine Problem sind die Trainingsstätten. Wir haben nicht die gleichen Bedingungen wie die Athleten größerer Vereine. Aber das kann man im Sauerland auch nicht erwarten.

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