Stein-Damen nach 2:4 am liebsten unsichtbar

Bachum..  Geträumt hatten die Fußballerinnen des TuS Oeventrop im Kreispokal vom Double. Doch die Rechnung ging nur teilweise auf. Denn die „Erste“ verlor das Endspiel gegen den FC Borussia Dröschede mit 2:4 (1:0). Das Finale des B-Liga-Pokals entschied dagegen der TuS Oeventrop II gegen den SV Bachum/Bergheim erst nach dem Elfmeterschießen mit 5:3 zu seinen Gunsten. Exakt 302 Zuschauer verfolgten am Sonntagnachmittag trotz des Regens in der Höllenbergkampfbahn in Arnsberg-Bachum die Finalspiele.

Nach dem Abpfiff hockten die Spielerinnen des TuS Oeventrop enttäuscht auf dem Kunstrasenplatz und wären am liebsten unsichtbar gewesen. TuS-Coach Thorsten Stein musste reichlich Trost spenden. Bei der ein oder anderen Spielerin kullerten sogar Tränen über die Wange. Das Landesliga-Team aus Oeventrop hatte gegen den Liga-Konkurrenten einen 2:0-Vorsprung aus den Händen gegeben. Nach zehn Minuten hatte Beriwan Welter zum 1:0 getroffen, direkt nach der Halbzeit netzte Sophie Thiemann zum 2:0 (46.) ein. Alles schien nach Plan zu laufen für die Damen von Thorsten Stein. Doch innerhalb von 19 Minuten machte Dröschede den Rückstand wett und ging sogar in Führung. Zweimal machte TuS-Torhüterin Giulia Hecking eine unglückliche Figur und zweimal war die Oeventroper Abwehr nicht auf der Höhe. Sina Schäfer (61.), Waltraud Zöpke (75.), Jennifer Franz (78.) und Sarah Schäfer (80.) brachten die Borussia auf die Siegerstraße.

„Bis zur 2:1-Führung haben wir ein Bombenspiel abgeliefert“, urteilte Thorsten Stein. Die Dröschederinnen hatten nicht viele Chancen. „Aber sie verfügen über die Qualität, ihre wenigen Chancen zu nutzen“, sagte Stein. Beste Einschussmöglichkeiten für den TuS vergaben unter anderem Sophie Thiemann (20.), Nadine Stratmann (27.) und Larissa Onofrietti (90. + 1). Beriwan Welter, Leistungsträgerin des TuS, schied in der 72. Minute aufgrund einer Verletzung aus. „Sie ist umgeknickt“, erläuterte Stein. Die Dröschederinnen hatten nach dem Wechsel den Druck spürbar erhöht. „In der Pause haben wir die Devise ausgegeben, eher auf die Gegenspielerinnen zu gehen“, verriet Jana Horstmann, Mannschaftsführerin der Borussia, das Erfolgsrezept.

Zuvor standen sich im B-Liga-Finale der SV Bachum/Bergheim und der TuS Oeventrop II gegenüber. Nachdem es nach der regulären Spielzeit 0:0 gestanden hatte, ging es direkt ins Elfmeterschießen. Den entscheidenden Strafstoß für die Oeventroper Reserve verwandelte Heike Meisterernst. Zuvor hatte Jana Lea Kottenhoff einen Elfmeter für den SV Bachum/Bergheim vergeben. Zum letzten „Elfer“ trat der SVBB nicht mehr an, so dass am Ende ein 5:3-Erfolg für den TuS Oeventrop II zu Buche stand.

„Es war ein glücklicher Sieg“, sagte Michael Holzapfel, Trainer des TuS Oeventrop II, nach der Entscheidung. Beide Teams hatten beste Chancen während der regulären Spielzeit, sie scheiterten jedoch beim Abschluss. „Es war ein sehr gutes Spiel“, urteilte Michael Knobloch, Trainer des SV Bachum/Bergheim, im Rückblick. Ein Sieg im Elfmeterschießen sei, so Knobloch weiter, halt immer glücklich.

Die Siegerehrung nahmen Sascha Göckeler (Fußball-Kreis Arnsberg) und Klaus Jürgen Behr (Fußball-Kreis Iserlohn) jeweils direkt nach dem Abpfiff auf dem Platz vor.