SSV Meschede fehlt Präzision – 0:3 gegen den SV BW Sande

Die Überraschung vor heimischer Kulisse blieb aus: Die Oberliga-Volleyballerinnen es SSV Meschede (im Angriff) mussten gegen den Titelanwärter SV BW Sande eine letztlich klare 0:3-Niederlage einstecken
Die Überraschung vor heimischer Kulisse blieb aus: Die Oberliga-Volleyballerinnen es SSV Meschede (im Angriff) mussten gegen den Titelanwärter SV BW Sande eine letztlich klare 0:3-Niederlage einstecken
Foto: Tobias Aufmkolk
Was wir bereits wissen
Nach der 0:3-Niederlage gegen den SV BW Sande haben die Oberliga-Damen des SSV Meschede ihren Traum von einer vorderen Platzierung aufgeben müssen.

Meschede..  Die Überraschung blieb aus. Die Oberliga-Volleyballerinnen es SSV Meschede mussten gegen den Titelanwärter SV BW Sande eine letztlich klare 0:3 (18:25, 14:25, 26:28)-Niederlage einstecken.

Dabei begannen die SSV-Frauen durchaus mutig und aggressiv. „Aber bei vielen Aktionen mangelte es an Präzision“, fügte SSV-Trainer Uwe Schlinkert an. Außerdem startete der SSV mit einer viel zu hohen Fehlerquote. So segelten allein im ersten Satz sieben Aufschläge entweder ins Aus oder landeten im Netz. Mindestens ebenso viele Angriffsschläge wurden - oftmals unüberlegt - in den gegnerischen Block geschlagen.

Ganz anders sah die Sache auf der anderen Feldhälfte aus. Nahezu jede Annahme wurde von Melanie Vetter, der Libera des SV BW Sande, zielgenau zur Zuspielerin der Gäste gebracht, und Reni Duschik, die überragende Akteurin auf dem Feld, setzte ihre Angreiferinnen immer wieder fantastisch in Szene. Das ein oder andere Mal packte auch der Mescheder Block entschlossen zu, aber längst nicht so häufig wie der des Tabellendritten aus dem Paderborner Raum.

Ein ähnliches Bild bot sich den erneut über 80 Zuschauern auch im zweiten Satz. Trotz einer 7:2-Führung mussten sich die heimischen Volleyballerinnen abermals geschlagen geben.

Erst der dritte Satz sollte schließlich die Spannung bringen, die sich die Kreisstädterinnen von vorn herein erhofft hatten. Endlich konnten die SSV-Frauen auch die gegnerische Annahme wiederholt in Verlegenheit bringen. Die Fehlerquote auf der Seite des SSV sank deutlich. Mit der tollen Unterstützung der Mescheder Volleyballfans entwickelte sich nun eine ausgeglichene und am Ende geradezu dramatische Partie. Beim Stand von 24:22 hatten die Gäste zwei Matchbälle. Nervenstark und mit drei knallharten Sprungaufschlägen wehrte SSV-Mittelangreiferin Melissa Kösling jedoch nicht nur beide ab, sondern sorgte selbst für eine 25:24-Führung und damit den ersten Satzball ihres Teams. Auch der vierte Aufschlag war enorm druckvoll und wäre von der gegnerischen Annahme vermutlich nicht zu kontrollieren gewesen, landete aber knapp im seitlichen Aus. Damit stand es 25:25. Noch einmal wechselte das Aufschlagrecht hin und her, bevor die Spielerinnen von Gästetrainer Markus Brockhoff ihren dritten Matchball schließlich verwandelten.

„Für mich ist der SV BW Sande nach wie vor ein Titelanwärter, zumal er mit Reni Duschik die wohl beste Zuspielerin der Liga in seinen Reihen hat, und auch Libera Melanie Vetter offenkundig zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist. Um gegen ein solches Team zu punkten, hätten wir heute schon am oberen Limit spielen müssen. Das ist uns, vor allem in den beiden ersten Sätzen, schlichtweg nicht gelungen. Ein wenig hatten wohl mehrere aus unserer kleinen, aber feinen Volleyballabteilung und im Umfeld davon geträumt, noch in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen zu können. Hin und wieder hab ich mich selbst dabei erwischt. Dieser Traum dürfte nun ausgeträumt sein. Es gibt jedoch keinen Grund traurig zu sein: Schließlich war und ist es unser Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen - und da sind wir, nach wie vor, auf dem besten Weg, dieses Ziel auch zu erreichen“, urteilte Schlinkert im Rückblick.

SSV: Evamaria Falke, Anna Gerke, Rahel Hartmann, Alina Keite, Lisa Kettler, Melissa Kösling, Sarah Nieder, Sylvie Niederhoff, Maike Schotka, Karin Schürmann, Adriana Spinelli, Denise Verhasselt.