SSV Meschede dreht nach 0:2 auf – 3:2 gegen Paderborn

Verabschiedeten sich mit einem 3:2-Erfolg von ihren treuen Fans: Die Oberliga-Volleyballerinnen des SSV Meschede (Szene) setzten sich im letzten Meisterschaftsspiel gegen den SC GW Paderborn erst im Tie-Break durch.
Verabschiedeten sich mit einem 3:2-Erfolg von ihren treuen Fans: Die Oberliga-Volleyballerinnen des SSV Meschede (Szene) setzten sich im letzten Meisterschaftsspiel gegen den SC GW Paderborn erst im Tie-Break durch.
Foto: Tobias Aufmkolk
Was wir bereits wissen
Die Oberliga-Volleyballerinnen des SSV Meschede haben nach einem 0:2-Rückstand ihr letztes Saisonspiel gegen den SC GW Paderborn noch gewonnen.

Meschede.. Die Oberliga-Volleyballerinnen des SSV Meschede haben ihr Heimspiel gegen den SC GW Paderborn mit 3:2 (24:26, 23:25, 25:20, 25:17, 19:17) gewonnen. Obschon das letzte Saisonspiel für die SSV-Damen im Grunde genommen keine Bedeutung mehr hatte, da ihnen der vierte Tabellenplatz nicht mehr streitig gemacht werden konnte, füllten erneut mehr als 80 Zuschauer die Sporthalle Rautenschemm. „Und die, die gekommen waren, sollten dies nicht bereuen“, freute sich SSV-Trainer Uwe Schlinkert über den gelungenen Saisonabschluss.

Für die Gäste aus der Domstadt ging es nämlich durchaus noch um etwas. Sie benötigten noch mindestens einen Punkt, um ein eventuelles Abrutschen auf den achten Platz, der gleichbedeutend mit der Abstiegsrelegationsrunde gewesen wäre, zu verhindern. So gingen die Volleyballerinnen des SC dementsprechend auch hochmotiviert in die Partie. „Egal, was wir auch versucht haben, die Feldabwehr der Paderbornerinnen brachte nahezu jeden Ball zurück“, erläuterte Schlinkert. Da sich bei den SSV-Frauen zu Beginn des Spiels erneut Licht und Schatten munter abwechselten und die Schützlinge von SSV-Coach Uwe Schlinkert überdies durchgängig mit einer enorm hohen Fehlerquote beim Aufschlag agierten, sicherten sich SC-Hauptangreiferin Ewa Gabrys und Co. etwas überraschend die Sätze 1 und 2. „Wenn auch äußerst knapp“, fügte Schlinkert an.

Mit einer 0:3-Niederlage wollten sich die Meschederinnen jedoch keinesfalls von ihrem Publikum in die Sommerpause verabschieden und endlich fanden die Angreiferinnen des SSV, allen voran Rahel Hartmann, nun häufiger die Lücken in der gegnerischen Feldabwehr. Auch im Block griffen die SSV-Damen nun des öfteren energisch zu. Während sich das heimische Team kontinuierlich steigerte, ließen die Konzentration und vielleicht auch die Kondition der Gäste nach den beiden anstrengenden Auftaktsätzen etwas nach. Von den Zuschauern unermüdlich unterstützt, schafften die SSV-Frauen noch den Satzausgleich. Der Tie-Break musste die Entscheidung bringen und sorgte noch einmal für Spannung pur.

Hartmann und Niederhoff stark

„Mittlerweile sahen die Zuschauer zudem eine Oberliga-Begegnung auf hohem Niveau“ urteilte Volleyball-Fachmann Schlinkert. Die Führung im fünften Satz wechselte wiederholt hin und her. Zwei Matchbälle mussten die SSV-Frauen abwehren, bevor ihnen selbst der entscheidende und erlösende Punkt gelang.

„Ein Riesenkompliment geht an mein Team. Sich nach einem 0:2-Rückstand in einem bedeutungslosen Spiel noch so zurück zu kämpfen, zeugt von einem tollen Charakter aller Spielerinnen und war gleichzeitig Werbung für den Frauen-Volleyballsport“, lautete das Fazit des SSV-Trainers. Neben der überragenden Rahel Hartmann wusste Sylvie Niederhoff auf der Seite des SSV besonders zu gefallen. Nun freuen sich alle Mescheder Volleyballerinnen auf eine wohlverdiente Pause, bevor Anfang Mai die Vorbereitung auf die neue Saison beginnen wird.

SSV: Evamaria Falke, Anna Gerke, Rahel Hartmann, Alina Keite, Lisa Kettler, Melissa Kösling, Franziska Laqua, Sylvie Niederhoff, Maike Schotka, Karin Schürmann, Adriana Spinelli, Denise Verhasselt.