RC Sorpesee startet mit vereinten Kräften in die 2. Liga

Präsentation der Mannschaft und Sponsoren auf der Seebühne vor dem Start in die 2. Bundesliga.
Präsentation der Mannschaft und Sponsoren auf der Seebühne vor dem Start in die 2. Bundesliga.
Foto: STEFAN KNEPPER
Was wir bereits wissen
Mit vereinten Kräften und professioneller Hilfe hat der RC Sorpesee ein sportliches und wirtschaftliches Konzept für die Zweitliga-Saison aufgestellt.

Sundern-Langscheid..  „Sommer, Sonne, Sorpesee. Schöner kann es nicht sein!“ Ute Schlecht, Vorsitzende des RC Sorpesee (Gesamtverein), bereitete es sichtlich Freude, die erfolgreichen Volleyballerinnen aus Langscheid sowie die zahlreichen Sponsoren auf der Seebühne in Sundern-Langscheid zu präsentieren.

„Ein Traum wird wahr“, sagte Schlecht mit Blick auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dieser Coup war dann auch der Auslöser für die Pressekonferenz bei herrlichem Sommerwetter an der Strandpromenade. Alles wird eben ein bisschen größer und professioneller aufgezogen als noch in der Vorsaison.

Schlecht räumte ein, dass die sportliche Qualifikation für die zweithöchste deutsche Spielklasse kein Selbstläufer gewesen sei. „Was machen wir nun? Haben wir überhaupt Spielerinnen dafür? Wer bleibt in der kommenden Saison? Können wir die umfangreichen Liga-Vorgaben erfüllen? Ist die Sporthalle am Schulzentrum Sundern bundesligatauglich? Und nicht zuletzt: Kriegen wir den Etat zusammen?“, skizzierte Schlecht den Katalog an drängenden Fragen.

Vor allem die finanziellen Fragen mussten geklärt werden. „Eine Saison in der 2. Bundesliga kostet für die erste Mannschaft mehr, als wir in den vergangenen Jahren für die ganze Abteilung mit dem Spielbetrieb von fünf Damen- und teilweise mehr als neun Jugendmannschaften ausgegeben haben“, weiß Schlecht um die Kosten. Mit vereinten Kräften und mit professioneller Hilfe durch die Agentur „Team Wandres“ habe der RCS, so Schlecht weiter, ein sportliches und wirtschaftliches Konzept für die Zweitliga-Saison aufgestellt und den Lizenzantrag bei der Deutschen Volleyball-Liga gestellt. „Uns hat eigentlich keiner von offizieller Seite des Verbandes gesagt, dass wir dabei sind. Aber, als der Spielplan der 2. Liga veröffentlicht worden ist, waren wir dabei“, verlieh Schlecht ihrer Verwunderung Ausdruck. Der RCS wird nun in der 2. Bundesliga baggern und blocken.

Zum Auftakt am 19. September geht es zunächst zum TSV Bayer Leverkusen, ehe am 26. September das erste Heimspiel auf dem Programm steht. Zu Gast sind dann um 19 Uhr (künftige offizielle Anfangszeit bei den RCS-Heimspielen) die Stralsunder Wildcats. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte Julian Schallow, Erfolgstrainer des RCS, mit Blick auf die kommende Saison. Doch er wollte auf der Seebühne keine lange Reden halten. „Das geht von unserer Trainingszeit ab“, hat er trotz aller Anforderungen nicht seinen Humor verloren. Nach der Präsentation und den Bildern mit den einzelnen Sponsoren stand für das Team die nächste Trainingseinheit auf dem Plan. „Die Spielerinnen haben schon einige Kilometer machen müssen. Heute ist es das erste Mal, dass sie wieder einen Ball anfassen“, beschrieb Schallow die Trainingsinhalte. Bislang wurden Ausdauer und Kraft schwerpunktmäßig geschult.

Jugendliche für Volleyball begeistern

Martin Barthel, Vorsitzender der Volleyball-Abteilung des RC Sorpesee, machte auf der Seebühne deutlich, dass „wir immer zu unserer Mannschaft stehen werden, egal wie sie spielen wird.“ „Wir sind vielleicht einer der professionellsten Amateurvereine, die es gibt. Aber wir dürfen unsere Wurzeln nicht vergessen“, sagte der Volleyball-Chef in Richtung Team und Sponsoren. Der RCS wolle, so Barthel weiter, Jugendliche für den Volleyballsport begeistern. Bislang setzt der RCS diese Idee vorbildlich um.

Unterstützung von Sponsoren

Die Zweite Liga ist aber nur mit der Unterstützung von Sponsoren zu realisieren. Hauptsponsor des RCS ist Caso Germany. Zum Kreis der Premiumsponsoren gehören: Menke Gebäudereinigung, das Physiozentrum Sundern und die Firma Raumpart. „Sehr gefreut hat uns die Unterstützung von den 17 Sunderner Firmen, die sich zur Initiative ,einsU - Wir sind Sundern’ zusammengeschlossen haben“, erläuterte Schlecht während ihrer Ausführungen. Intersport Richter, die Sparkasse Arnsberg-Sundern und Veltins setzen ihr langjähriges Engagement in der Volleyball-Szene fort.

„Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit unserem Team“, beendete Schlecht nach rund 45 Minuten die Präsentation. Die große Vorfreude ist schon zum jetzigen Zeitpunkt bei allen Beteiligten förmlich zu spüren gewesen.