Plock und Cinderella märchenhaft schnell in Hellefeld

War bester heimischer Starter beim „Großen Preis“ in Hellefeld: Ulrich Schröder vom Warsteiner RV belegte auf Chanchita den fünften Platz.
War bester heimischer Starter beim „Großen Preis“ in Hellefeld: Ulrich Schröder vom Warsteiner RV belegte auf Chanchita den fünften Platz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Frank Plock vom RFV Borken sicherte sich vor einer grandiosen Kulisse im Sattel von Cinderella den Sieg beim „Großen Preis“ in Hellefeld.

Hellefeld/Sauerland..  Das war ein Wimperschlag-Finale. Frank Plock vom RFV Borken sicherte sich unter den Augen von hunderten Zuschauern im Sattel von Cinderella den Sieg beim S-Springen auf Drei-Sterne-Niveau mit Stechen. Die Stechaufgabe auf dem Sandplatz in Hellefeld löste der in Hessen beheimatete S-Seriensieger fehlerfrei in 41,64 Sekunden. Bereits zum zweiten Mal gewann er damit den „Großen Preis“ von Hellefeld. Mit nur fünf Hundertstelsekunden Rückstand und ebenfalls ohne Abwurf hatte am zurückliegenden Sonntag der Ungar Balazs Krucso vom Dammer Reiter-Club mit Fairplay beim „Großen Preis“ der Brauerei Veltins knapp das Nachsehen.

Auf Rang drei (44,33 Sekunden) bei der wertvollsten Springprüfung in Hellfeld landete Max Nieberg vom RV St. Hubertus Wolbeck, der Contagio gesattelt hatte. Der Landbeschäler Capistrano vom nordrhein-westfälischen Landgestüt in Warendorf landete mit seinem Reiter Jens Goldfuß auf Rang vier (0 Fehler, 52,55 Sekunden). Insgesamt qualifizierten sich sechs von insgesamt 34 Reitern nach einem fehlerfreien Ritt im anspruchsvollen Normalparcours für das Stechen. Der „Große Preis“ ist mit knapp 10000 Euro dotiert gewesen.

Für die beste heimische Platzierung sorgte Ulrich Schröder vom Warsteiner RV, der im Sattel von Canchita am Ende der schweren Prüfung auf dem fünften Platz belegte (vier Fehler, 41,77 Sekunden). Elisabeth Kruse (RV Balve) folgte mit Conloubet auf Rang sechs (vier Fehler, 43,96 Sekunden).

Charlotte Liedhegener, junge Amazone des gastgebenden RV Hellefeld, schaffte mit ihrer 12-jährigen Stute Coup de foudre nicht den Sprung ins Stechen „Mit dem Schimmel hatte ich einen Fehler. Ich bin aber super zufrieden mit diesem Ergebnis. Es war ihr erstes S-Springen mit drei Sternen“, urteilte Liedhegener nach dem Prüfungsende. Sie war keineswegs enttäuscht. „Nur zwei Plätze haben für eine Platzierung gefehlt“, sagte sie mit Blick auf die Ergebnisliste. Am bevorstehenden Pfingstmontag steht für Liedhegener die Sichtung für die westfälischen Meisterschaften und für das Turnier der Sieger in Münster auf dem Turnierplan.

Die Hellefelder hatten vor dem Beginn des „Großen Preises“ eine glänzende Idee. Alois Pollmann-Schweckhorst vom Warsteiner RV wurde mit einem Mikrofon ausgestattet, schritt an der Seite von Turniersprecher Bernd Hickert den aktuellen Parcours ab und kommentierte die einzelnen Sprünge. Tempo aufnehmen, die Anzahl der Galoppschritte zwischen den Hindernissen beachten, der beste und schnellste Weg im Parcours sowie die gezielten Hilfen für die Pferde: Alois Pollmann-Schweckhorst, seit diesem Jahr Nationaltrainer der norwegischen Springreiter, sprach alle wichtigen Merkmale an. Klar, dass er es nach der Moderation eilig hatte. Mit seiner achtjährigen Oldenburger Stute nahm er ebenfalls am „Großen Preis“ teil und landete abschließend auf dem siebten Rang.