Pleiten, Pech und (Abwehr-) Pannen

Neheim..  Der SC Neheim verteilt weiter fleißig Tor-Geschenke und tritt damit im Tabellenkeller der Fußball-Westfalenliga 2 auf der Stelle. Der Aufsteiger aus dem Binnerfeld, der mit sechs Punkten auf dem vorletzten Platz liegt, hat in den ersten zehn Punktspielen der Saison 22 Gegentore kassiert und stellt nach Schlusslicht Mengede (28 Tore) sowie Mit-Aufsteiger FC Lennestadt (26 Tore) die drittschlechteste Defensive.

„Wir haben gegen Kirchhörde ordentlich Fußball gespielt und dann unterlaufen uns wieder krasse individuelle Fehler bei den ersten beiden Gegentoren“, teilte SC-Coach Alex Bruchhage nach der 2:3-Niederlage mit. Für Neheim war es bereits die achte Saison-Niederlage im zehnten Spiel.

„Was uns in der vergangenen Saison stark gemacht hat, die Kompaktheit in der Defensive, bekommen wir aktuell nicht auf die Reihe.“ In der vergangenen Meistersaison in der Fußball-Landesliga 2 stellte der SC Neheim mit nur 17 Gegentoren nach 30 Punktspielen die mit Abstand beste Hintermannschaft. Bruchhage: „Wir treffen zurzeit einfach zu viele falsche Entscheidungen. Auch gegen Kirchhörde war das der Fall, denn die Gäste haben uns ja nicht an die Wand gespielt. Wir hatten unsere Chancen, die hatten ihre Chancen. Unterm Strich hat die Mannschaft gewonnen, die einen individuellen Fehler weniger gemacht hat.“

Auch von der Heimstärke des SC Neheim ist nicht mehr viel zu sehen. In der Landesligasaison war die Bruchhage-Elf im Binnerfeld eine Macht (11 Siege, 4 Unentschieden). Gegen Kirchhörde gab jetzt es bereits die vierte Pleite im fünften Heimspiel.

Zum Matchwinner im Heimspiel gegen Kirchhörde hätte Georg Voß werden können. Stattdessen wurde er zum großen Pechvogel der Partie. Nach seinem Treffer zum 1:1 rutschte er in den Metallzaun hinter dem Tor und verletzte sich am linken Knie. Vier Minuten nach der Pause vergab er dann frei vor Kirchhördes Keeper Roll die 2:1-Führung und in der 64. Minute bekam er den Ball voll ins Gesicht. Der SC-Torjäger (6 Treffer in den vergangenen fünf Pflichtspielen) wurde sichtlich benommen ausgewechselt. Alex Bruchhage. „Georg konnte sich kaum noch auf den Beinen halten.“

Bis zur Winterpause am 11. Dezember hat der SC Neheim noch sieben Punktspiele. Am Sonntag, 23. Oktober, geht es mit dem Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Olpe (10. Platz/11 Punkte) weiter. Danach folgen die Partien gegen den FC Iserlohn (6. Platz), bei Schlusslicht Mengede (4 Punkte), gegen Hordel (2. Platz), bei Westfalia Wickede (13. Platz/9 Punkte), beim TuS Sinsen (4. Platz) und gegen Brackel (9. Platz/13 Punkte). Bruchhage: „Wir müssen die Fehler abstellen und Punkte einfahren.“ Ein Punkteziel hat der SC-Coach dabei nicht im Hinterkopf. „So etwas ist Zahlenspielerei.“

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