Oeventroper fliegen bei der EM in Ungarn für Deutschland

Atemberaubende Perspektive: Mit diesem Flugzeug, das die Bezeichnung „Arcus“ trägt, werden die Sebastian Beule und Marco Hanses vom LSC Oeventrop mit der deutschen Nationalmannschaft an den Europameisterschaften im Streckensegelflug im ungarischen Őcsény teilnehmen.
Atemberaubende Perspektive: Mit diesem Flugzeug, das die Bezeichnung „Arcus“ trägt, werden die Sebastian Beule und Marco Hanses vom LSC Oeventrop mit der deutschen Nationalmannschaft an den Europameisterschaften im Streckensegelflug im ungarischen Őcsény teilnehmen.
Foto: LSC
Was wir bereits wissen
Gespannt warten acht Mitglieder vom LSC Oeventrop auf die Abreise zur Europameisterschaft nach Ungarn. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Oeventrop..  Gespannt warten acht Mitglieder des LSC Oeventrop auf die Abreise nach Ungarn. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, bevor es dann am ersten Juliwochenende ernst wird: Nachdem Marco Hanses und Sebastian Beule sich vor zwei Jahren für die deutsche Nationalmannschaft qualifiziert haben, werden sie in diesem Sommer das Team auf der internationalen Bühne vertreten. Vom 12. bis 25. Juli finden in Őcsény, einem Flugplatz 150 km südlich von Budapest, die Europameisterschaften im Streckensegelflug statt. „Zwei Wochen lang werden sich die beiden dort mit den besten Piloten aus Europa bei ihren Langstreckenflügen messen können“, erläutert Eva-Maria Beule vom LSC Oeventrop.

Unterstützt werden die Piloten dabei von einer immerhin sechsköpfigen Crew. Den Luxus, ein so großes Team zu haben, werden nur wenige Teilnehmer genießen. „Um den technischen Zustand des Flugzeugs, die Berichterstattung in die Heimat oder um das leibliche Wohl müssen sich die Piloten keine Gedanken machen. So können sich die beiden ihrer Hauptaufgabe – dem Fliegen – widmen“, führt Beule weiter aus. Um nah am Geschehen zu sein, wird das Team aus Oeventrop übrigens direkt am Flugplatz campen.

Die Anreise mit Segelfluganhänger plus Equipment für das Flugzeug und der kompletten Campingausstattung bestehend aus Wohnmobil, Wohnwagen und Zelten bringt da schon die ersten organisatorischen Hürden mit sich. Damit nicht alle die zweitägige Fahrt im Auto durchstehen müssen, wird ein Teil des Teams per Linienflug anreisen.

Sechs weitere deutsche Piloten

Neben dem Doppelsitzer von Marco Hanses und Sebastian Beule werden noch sechs weitere Flugzeuge aus Deutschland an den Start gehen. Die Piloten der deutschen Segelflugnationalmannschaft werden von zwei Trainern und einem Meteorologen unterstützt.

Das Duo aus Oeventrop fliegt zum ersten Mal in einem so professionellen Umfeld bei einem Wettkampf. Bislang war es auf den nationalen Meisterschaften immer auf sich allein gestellt. Jetzt wird es an jedem Morgen Besprechungen mit einem mannschaftsinternen Wetterprofi sowie taktische Tipps und Hilfestellungen von einem Trainerteam geben.

Geschwindigkeiten über 100 km/h

Der Leistungsvergleich in Őcsény wird durch Streckenflüge ausgetragen. Dem aktuellen Tageswetter angepasst, wird den Teilnehmern eine 150 bis ca. 600 km große Aufgabe gestellt. Diese muss dann in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden. Ohne einen Liter Benzin zu verschwenden, kommen dabei durchschnittliche Geschwindigkeiten von über 100km/h zustande. Je nach Größe der Aufgabe bedeutet das aber auch, dass die Piloten mehrere Stunden in der Luft verbringen werden. Hierbei sind höchste Konzentration und Leistungsfähigkeit gefragt.